Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 21. Juli 2016, 05:15

von Hannes Ramharter

Pension für Denninger. Günther Denninger leitet die Straßenbauabteilung 8, die für weite Teile des Waldviertels zuständig ist, seit Sommer 2004. Für die Nachfolge läuft die Bewerbungsfrist.

Günther Denninger an seinem letzten Arbeitstag in der Straßenbauabteilung Waidhofen. Der Straßenbau-Chef des Waldviertel geht Ende Juli in Pension.  |  NÖN, Hannes Ramharter

Nach 33 Jahren im NÖ Landesdienst und nach 31,5 Jahren in der Straßenbauabteilung Waidhofen, die für weite Teile des Waldviertels zuständig ist, tritt Günther Denninger mit Ende Juli in den Ruhestand.

Der Mahrersdorfer leitet die Abteilung seit Sommer 2004. Er hebt hervor, dass schon sein Vor-Vorgänger mit dem Recycling begonnen hatte und auch er immer die 100-prozentige Verwendung des Altmaterials angestrebt habe. Heute ist es Stand der Technik, dass die Hälfte des Mischguts abgefräst wird, dass zusätzlich eine Zementstabilisierung durchgeführt werde, dann alles wieder aufgebracht wird und schließlich neues Mischgut die Arbeiten abschließt. „Am Anfang meiner Laufbahn hat es dazu fast keine Vorschriften gegeben, jetzt gibt es jede Menge“, blickt Denninger zurück.

Der Straßenbautechniker betont, dass er immer möglichst umweltschonend arbeiten ließ, „heute gibt es kaum mehr Transportwege, es passiert praktisch alles auf der Baustelle direkt“. Natürlich habe man in seiner Amtszeit auch auf die eigenen Anlagen geschaut, die Straßenmeistereien seien ausgebaut, neue Salzlager für den Winterdienst errichtet worden.

Einen Nachfolger für Günther Denninger gibt es derzeit noch nicht, die Bewerbungsfrist läuft jedoch bereits.

„Alle haben immer an einem Strang gezogen“

„Ich bin stolz, dass es aufgrund der guten Arbeit unserer Mitarbeiter keine größeren Probleme gegeben hat, auch weil alle immer an einem Strang gezogen haben. Bei Straßenbauvorhaben muss technisch alles passen, es muss kostengünstig gearbeitet werden, der Umweltgedanke muss beachtet werden, die rechtlichen Vorschriften ebenso, und man muss auch bürgernah sein“, zieht Günther Denninger abschließend Bilanz.

Der scheidende Straßenbau-Chef hat allerdings keine Sorge, dass ihm in der Pension fad wird: „Ich habe einen großen Garten, gehe gerne Radfahren und möchte auch das Fotografieren wieder reaktivieren“, erzählt er. Außerdem ist er noch immer Vizebürgermeister der Gemeinde Altenburg, wo er seit mehr als 20 Jahren im Gemeindevorstand tätig ist.