Erstellt am 09. März 2016, 05:34

von René Denk

Stadt sagt Schweizer Franken Adieu!. Nach Gemeinderatssitzung schuldete Stadt auf Euro um und geht auch bei der Tilgung der Restschuld sicheren Weg.

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Der Fremdwährungskredit zur Schließung der Finanzierungslücke für den Krankenanstalten-Zusammenarbeitsfonds (KRAZAF) stand neben dem Rechnungsabschluss im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung vom 3. März.

Kredit vor zehn Jahren aufgenommen

„Wir haben im Ausschuss und im Stadtrat beschlossen, aus dem Fremdwährungskredit mit morgen endgültig auszusteigen“, erklärte Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl. Dabei geht es um die Restschuld, die noch wegen dem Kredit (er wurde in Schweizer Franken, tschechische Kronen und Euro umgeschuldet) übrig ist. Vor über zehn Jahren wurde der Kredit aufgenommen, da die Gemeinde für die Übernahme des Krankenhauses durch das Land drei Millionen Euro benötigt hatte.

Vor zwei Jahren wurde der „geordnete Rückzug“, wie ihn Bürgermeister Robert Altschach bezeichnete, beschlossen. Und vor zwei Jahren eine Kreditverlängerung mit zwölf Monatsraten im Jahr 2016 beschlossen. Mit 40.000 Euro wurden damals die Raten beziffert. Grundsätzlich wollte Altschach damals das Darlehen in Schweizer Franken belassen, da eine Veränderung auch wieder Geld koste.

Franken wieder hoch im Kurs

Da der Franken wieder hoch im Kurs steht, zieht man nun die komplette Notbremse. „Wir haben noch zehn Monatsraten zu bezahlen. Da sich der Kurs schon wieder für uns verschlechtert hat, werden wir zehn Mal mit heutigem Kurs rund 46.200 Euro pro Monat bezahlen. Und dann ist diese Sache endlich vorbei“, erklärte Waldhäusl.

900.000 Euro Verlust

Der gesamte Verlust durch die Fremdwährungsspekulationen betrage knapp 900.000 Euro, meint Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl. 2014 erklärte Bürgermeister Altschach (die NÖN berichtete), dass der Verlust rund eine Million Euro betrage. Der Tagesordnungspunkt wurde, wie alle anderen Punkte der Sitzung, vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.