Erstellt am 18. April 2016, 09:06

von Edith Hofmann

Statt Schuhen Tusche kaufen. Die Künstlerin Andrea Gedl präsentiert derzeit ihre Arbeiten im Landesklinikum Waidhofen/Thaya

Bei der Ausstellungseröffnung: Robert Zeindl, interimistischer Standortleiter, Doris Köck, Franz Karl und Andrea Gedl. Foto: privat  |  NOEN, privat
Für die Ausstellung wählte Gedl Bilder aus, die in Fantasielandschaften ohne Zeit und Vorgaben entführen und in denen man frei und unbeschwert verweilen kann - wenn man es zulässt.

Andrea Gedl wirkte 2005 bei der Gründung des grenzüberschreitenden Künstlervereines „grenzArt“ in Hollabrunn mit und schloss 2015 das Ateliersstudium für Malerei bei Christian Ludwig Attersee ab. Im Rahmen der Ausbildung konnte sie ein breites kunsthistorisches Wissen erwerben und arbeitet nun in der Meisterklasse an der Präzisierung ihrer Handschrift sowie an der Vertiefung des fachlichen Wissens.

„Bevor ich mir ein Paar neuer Schuhe kaufe,
entscheide ich mich lieber für die Tusche“


Gemeinsam mit Studienkollegen gründete sie die Künstlergruppe „Igemojn“ und das gemeinsame Atelier in Wien.

„Bevor ich mir ein Paar neuer Schuhe kaufe, entscheide ich mich lieber für ein Viertel Liter schwarzer Tusche. Immer wieder wird es mir bewusst, dass man sich in der Kunst an einer Grenze bewegt. Einer Grenze zu vollkommener Freiheit der Meinung, des Ausdrucks, des Erwarteten und des Unmöglichen und dem Alltag, in den man allerdings immer wieder zurückfinden muss - das ist die größte Herausforderung in der Kunst. Man betritt ein Universum von Möglichkeiten und Welten, in denen man sich verlieren und zugleich finden kann“, so die Künstlerin.

Arbeiten von Andrea Gedl sind auch auf der ArtExpo in Rom, im Club International in Wien und bei der ArtExpo in Barcelona zu sehen. Die Ausstellung im Landesklinikum kann bis Ende April besucht werden.