Erstellt am 23. August 2016, 07:20

Steinbildhauer legten Fleißaufgaben ein. Künstler präsentierten nach zweiwöchiger Arbeit ihre fertigen Werke im Steinpark.

Nach zwei Wochen unermüdlicher Arbeit präsentierten die Teilnehmer des ersten internationalen Steinbildhauersymposiums in Waidhofen am vergangenen Samstag ihre fertigen Werke.

Einige Künstler hatten sogar Fleißaufgaben eingeschoben, wie Peter Berger, dessen Skulptur eine sehr technische Arbeit war. „Ich habe drei Tage lang gebohrt und kam mir vor wie ein Installateur. Daher kam mir die Idee, noch etwas anderes zu machen“, erzählte Berger.
Günther Prokop aus Puch, der nur acht Kilometer Anreise zum Symposium hatte, konnte die Herausforderung durch Berger nicht auf sich sitzen lassen. „Ich wollte ihm keinen Vorsprung lassen, deshalb habe ich noch eine Kugelrinne angefertigt“, meinte Prokop. Seine Skulptur, einen Frauentorso aus Gebhartser Granit, hatte er bereits zur Halbzeit an einen Interessenten verkauft.

Neuauflage im nächsten Jahr ist fix geplant

Ein ordentliches Tempo legte auch der Schweizer Stefan Roman vor, der gleich drei Werkstücke umsetzte. „Ich überlege nicht allzu viel, ich fange einfach an und schaue, was herauskommt“, erklärte Roman seinen unaufgeregten, lässigen Zugang zur künstlerischen Arbeit.
Der Tscheche Hasa Matous stellte seine Skulptur eines kleines Jesuskindes in nur drei Tagen fertig - er war erst später dazugestoßen. Wolfgang Mahringer junior hatte eine Stele, eine konvexe Säule mit romanischem Würfelkapitel angefertigt, Wolfgang Mahringer sen. kam die Idee für seine Arbeit beim Herumlaufen im Steinpark. Seine „Einsicht, Durchblick, Weitblick“ genannte Skulptur ist so angeordnet, dass zur richtigen Zeit der Mond in einem Loch erscheint.

Künstler und Veranstalter sprachen unisono von einer gelungenen Veranstaltung. Für die Zukunft gibt es bereits konkrete Pläne, darunter ein weiteres Symposium im kommenden Jahr, zu dem sich bereits alle Künstler, die diesmal teilnahmen, angemeldet haben.