Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 13. Oktober 2016, 06:36

von Michael Schwab

Asylwerber wirkt in Musical mit. Musical Ensemble des Vereins „b‘sundrig & freunde“ hatte seinen ersten Auftritt in Wien. Musiker Fadi Anan war mit von der Partie.

Bei der Probe für die Aufführung des Musicals „Das kleine Ich bin Ich“ im Kolpinghaus Waidhofen: Renate Bauer, Birgit Joni, Karl Eschelmüller, Franz Eichinger, Alexander Kuschal, Alois Kuschal, Sotiris Fried, Edith Maier, Stefanie Meidinger, Florian Bennersdorfer, Wolfgang Wagner, Maria Hahnl, Katherina Oberhauser, Michael Eder, Renate Weidenauer, Sonja Amann, Andreas Bart, Susanne Lindner, Otmar Kastner, Paul Öller, Angelina Nigischer, Fadi Anan und Silvia Bittermann.  |  NOEN, Michael Schwab

Den ersten großen Auftritt außerhalb der Region hatte das Ensemble des Vereins „b‘sundrig & freunde“ am vergangenen Sonntag mit seinem Musical „Das kleine Ich bin Ich“ beim „MIMAMUSCH“ - Kurztheaterfestival in Wien.

Groß war die Vorfreude bei der Probe am Samstag im Saal des Kolpinghauses in Waidhofen, wo Leiterin Sonja Amann und Regisseurin Angelina Nigischer, die auch als Erzählerin und Sängerin einen Part übernahm, das rund 40-minütige Stück noch einmal mit den Mitwirkenden durchgingen. Für die Choreografien ist Susanne Lindner zuständig, als Moderator fungiert Otmar Kastner. Die musikalische Leitung und Tontechnik liegen in den Händen von Paul Öller.

Erstmals aufgeführt wurde das Musical, bei dem als Darsteller Menschen mit Behinderung die Hauptrollen spielen, bei der Jubiläumsfeier des Kolping-Wohnhauses im Vorjahr im Waidhofner Stadtsaal. Das Stück basiert frei auf dem gleichnamigen Buch von Mira Lobe und bindet auch das Publikum intensiv ein, sei es beim Nachmachen von Elefanten oder Hundegebell.

Für Wien-Aufführung neue Zugabe einstudiert

„Wir sind bisher nur in der Region damit aufgetreten, Wien ist für uns ein neuer Höhepunkt“, erklärte Sonja Amann bei der Probe. Als Zugabe wurde in den vergangenen Tagen das „Pipi-Langstrumpf-Lied“ eingeübt. „Bisher haben wir immer das letzte Lied einfach wiederholt“, erklärt Sonja Amann. Relativ neu im Ensemble ist der Asylwerber Fadi Anan.

„Er war in der Eventbranche tätig und hat viel auf Bühnen und als Musiker gearbeitet“, erzählt Amann. Da sei es naheliegend gewesen, ihm die Möglichkeit zu geben, sich einzu bringen.

Am Sonntag kam schließlich der große Moment. „Die Vorstellung war sehr gut besucht, es waren vor allem viele Kinder. Wir haben nachher ein tolles Feedback erhalten“, resümiert Amann. Wesentlich für das Gelingen des Projektes sei auch die gute Zusammenarbeit mit dem Kolpinghaus Waidhofen gewesen. „Ohne diese Unterstützung wäre das, was wir erreicht haben, nicht möglich gewesen“, betont Amann.