Waldkirchen an der Thaya

Erstellt am 21. Mai 2017, 03:56

von Hannes Ramharter

Ehemalige Personalschlafstellen: Waggons als Quartier. Zukunftsraum will in Waggons Übernachtungsmöglichkeiten anbieten, außerdem wurde in Waldkirchen eine Lok aufgestellt, Bahnhof soll erhalten werden.

Bürgermeister Rudolf Hofstätter, Bürgermeister Reinhard Deimel und Obmann Karl Wasinger mit einer Beschreibung der Lok, die den Betrachtern das Fahrzeug erklärt.  |  Hannes Ramharter

„Bewegung“ der früheren Art hat es auf dem Bahnhof Waldkirchen in der Vorwoche gegeben. Auf den verbliebenen Schienen wurden nämlich zwei Eisenbahnwaggons und eine Lokomotive aufgestellt.

Bei den Eisenbahnwaggons handelt es sich um ehemalige Personalschlafstellen der ÖBB, die vom Zukunftsraum Thayaland erworben wurden, um Übernachtungsmöglichkeiten anbieten zu können. In den Waggons eingebaut sind Schlafkabinen, Heizung, Dusche, Küche und Aufenthaltsräume.

Die Waggons standen in Graz, wurden von der ÖBB bis Schwarzenau transportiert und von dort mit einem Tieflader nach Waldkirchen. Die mit den Waggons aufgestellte Lok gehört dem Museums-Lokalbahn-Verein Zwettl und ist eine Dauerleihgabe für den Zukunftsraum. Auch die am Ende des Bahnhofsgelände Richtung Dobersberg aufgestellten fünf alten Waggons (zwei Güterwaggons und drei Personenwaggons) sind eine Dauerleihgabe des Vereins.

Auch der Bahnhof Waldkirchen ist in gutem Zustand.  |  Hannes Ramharter

 

Das alte Heizhaus am Bahnhofsgelände von Waldkirchen.  |  Hannes Ramharter

Sie sind momentan nicht in Top-Zustand, doch sowohl für den Obmann des Museums-Lokalbahn-Vereins Zwettl, Karl Wasinger, als auch für Zukunftsraum-Obmann Reinhard Deimel ist eine schrittweise Restaurierung vorstellbar. „Aber nicht schon morgen ...“, meint Deimel.

Für die Schlafgelegenheiten werden als nächster Schritt die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom hergestellt.

Auch dem Zukunftsraum Thayaland gehören das Heizhaus und der Bahnhof Waldkirchen. Beide sind in recht gutem Zustand, sie sollen selbstverständlich erhalten werden. Was konkret mit ihnen gemacht wird, steht noch nicht fest. Reinhard Deimel ist sich aber über eine Tatsache im Klaren: „Wir wollen nicht verleugnen, dass der Radweg auf einer ehemaligen Bahnlinie errichtet wurde, weder in Waldkirchen noch in anderen Orten.“