Erstellt am 24. August 2015, 00:00

von Michael Schwab

Waldkirchen: Piratenspiele mit Käpt’n Dros. Ferienspiel bricht alle Rekorde: Heuer kamen bereits rund 750 Teilnehmer.

Einen neuen Besucherrekord gab es am vergangenen Samstag bei den „Piratenspielen mit Käpt‘n Dros“ im Gemeindegebiet von Waldkirchen.
Rund 750 Teilnehmer waren gekommen, etwa 100 mehr als im Vorjahr. Dass Waldkirchen an diesem Tag fest in „Piratenhand“ war, zeigte sich nicht nur anhand der zahlreichen kostümierten Teilnehmer, sondern auch durch die am Gemeindeamt angebrachte Piratenflagge. „Im Vorjahr habe ich das Amt freiwillig geräumt, heute war in der Früh schon die Flagge gehisst. Was hätte ich da anderes tun sollen, als mein Amt für einen Tag zur Verfügung zu stellen“, scherzte Bürgermeister Rudolf Hofstätter bei der Eröffnung.
Auf die „Piratenanwärter“ warteten 18 Stationen mit 37 Aufgaben, die es im Spielerpass abzustempeln galt. Kinder, die einen vollständigen Pass abgaben, erhielten einen Orden und eine Urkunde. Die Stationen waren entlang einer rund 6,5 km langen Strecke angeordnet; die Route führte außer durch das Ortsgebiet von Waldkirchen auch nach Gilgenberg und Waldhers. Die Bewältigung nahm mehrere Stunden in Anspruch und forderte von den Nachwuchspiraten die verschiedensten Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Palette reichte vom Winkeralphabet über das Erraten von Getreidesorten über Sackhüpfen, Kegelbahn, Steinweitwurf und Sackrutschen bis zum Spritzenspiel bei der Feuerwehr und zum Fischfang an der Thaya.

Kenntnisse der Tier- und Pflanzenwelt, der Umgang mit Essstäbchen und einem Hobel waren ebenso gefragt wie die Treffsicherheit beim Steinwurf, Dosenschießen und Riesen-Katapult. Letzteres nahm niemand geringeren als Bürgermeister Rudolf Hofstätter und Vizebürgermeister Gerhard Braunsteiner in Form von Pappfiguren aufs Korn.

Als die beiden der Station einen Besuch abstatteten, stellten sie sich kurz auch als echte Ziele zur Verfügung, die aber auch mit Bällen zurückschossen. Ein Höhepunkt für die Kinder war sicherlich auch die Fahrt mit dem Quad-Schiff.

Sich helfen zu lassen war nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht, was Organisator Walter Schattauer zu Beginn sogar per Piratenehrenwort einforderte.

Das Wetter spielte perfekt mit, und damit stand einem unvergesslichen Tag für die Kinder nichts mehr im Wege.
Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, der zur Eröffnung anwesend war und auch einige Stationen besichtigte, zeigte sich beeindruckt. „Es braucht Menschen, die Ideen haben, wie das Ehepaar Schattauer, und Leute, die sie umsetzen“, hob Köck hervor.