Erstellt am 30. September 2015, 06:17

von Monika Freisel

Mystische Stimmung. Don Kosaken Chor Serge Jaroff gastierte in der Pfarrkirche Windigsteig mit religiösen Gesängen und Volksliedern.

Der Don Kosaken Chor in der Pfarrkirche Windigsteig: Dirigent Vladimir Pazdriy und die Sänger Vitaliy Vovk, Vladimir Sych, Michael Gummenyi, Igor Pavbenko, Mykola Bogdan, Makola Hubchuk, Juliy Apostolov und Igor Ponomazenko.  |  NOEN, Monika Freisel

Der weltberühmte russische Don Kosaken Chor Serge Jaroff gastierte am vergangenen Sonntag in der Pfarrkirche Windigsteig, und die stimmgewaltigen und ausrucksstarken Sänger brachten Konzertbesucher und Kirchenschiff zum Beben.

Wurden im ersten Teil des Konzerts hauptsächlich russische Kirchenlieder wie die „Große Bitt-Litanei“ oder Sergej Rachmaninows „Herr, wir singen dir“ vorgetragen, die eine meditative, fast mystische Stimmung erzeugten, vermittelten nach der Pause weltliche und temporeichere Lieder dem Publikum einerseits sanfte Melancholie („Schneegestöber“), andererseits beinahe ausgelassene Fröhlichkeit („Kalinka“). Wohltuend zu hören, wie schön die alte russische Volksweise „Eintönig klingt hell das Glöckchen“ in authentischer Darbietung klingt, deren Melodie einst zum deutschen Schlager deformiert wurde und den nicht mehr ganz Jungen vielleicht als Ronnys „Kleine Annabell“ in Erinnerung ist.

Standing Ovations des Publikums

Alle neun Sänger waren im Laufe des Konzerts auch in verschiedenen Soloparts zu hören, von der Countertenor-Stimme bis zum tiefsten Bass reichte der gewaltige Stimmumfang des Ausnahmechores. Uneingeschränkte Begeisterung und Standing Ovations des Publikums wurden mit zwei Zugaben belohnt, darunter das besonders empathisch gesungene „Ich bete an die Macht der Liebe“.