Erstellt am 24. Februar 2016, 05:14

von René Denk

Rad- und Fußgängerweg nur bis Gemeindegrenze. Gemeinde Waidhofen-Land will die Sicherheit zwischen Wohlfahrts und der Stadt Waidhofen erhöhen, an der Stadtgrenze wird der neue Weg aber enden.

Bürgermeister Christian Drucker zeigt die unübersichtliche Kurve zwischen Wohlfahrts und Waidhofen, die durch einen Fußgänger- und Radweg sicherer werden soll.  |  NOEN, René Denk

Einen maßgeblichen Schritt für die Verkehrssicherheit wird die Gemeinde Waidhofen-Land heuer setzen: Es ist geplant, einen Geh- und Radweg von Wohlfahrts in Richtung Waidhofen bis zur Gemeindegrenze - der Radlbachbrücke - zu bauen.

Auf der rund 800 Meter langen Strecke sorgt vor allem eine unübersichtliche und enge Kurve immer wieder für gefährliche Situationen. „Die Kurve ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Bisher gab es dort keine Unfälle mit Radfahrern oder Fußgängern. Ich will auch nicht warten, bis es soweit ist“, ist Waidhofen-Land Bürgermeister Christian Drucker (ÖVP) fest von der Notwendigkeit des Rad- und Gehweges überzeugt, nicht nur deshalb, weil sich im neuen Siedlungsgebiet in Wohlfahrts mittlerweile viele Familien angesiedelt haben. Auch der gesamte Gemeinderat stimmte dem neuen Weg einstimmig in der Dezembersitzung zu.

Fahrbahn wird im Kurvenbereich erweitert

Im Zuge der Gespräche mit Straßenmeister Martin Hiemetzberger sagte dieser auch zu, die Fahrbahn im Kurvenbereich um circa einen Meter zu verbreitern und die Kurve etwas zu begradigen. Das solle künftige „Ausritte“ mit dem Pkw, die immer wieder vorkommen, auch vermeiden.

Der Rad- und Gehweg soll zweieinhalb Meter breit sein und auf beiden Seiten ein 25 Zentimeter breites Bankett haben. „Bei der Radlbachbrücke muss man wieder auf die Fahrbahn wechseln, weil der Radweg auf dem Gemeindegebiet der Stadtgemeinde nicht fortgesetzt wird. Es wird daher auch keine Holzbrücke zur bestehenden Radlbachbrücke geben, die ursprünglich geplant war“, bedauert Drucker. Die Wegstrecke im Stadtgebiet von Waidhofen beträgt knapp über 100 Meter.

Fußweg endet jedoch an Gemeindegrenze

Derzeit laufen die Auftragsvergaben, umgesetzt wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei und der Straßenbauabteilung. Voraussichtlich werden die Bauarbeiten im April starten, „Mit Schulbeginn soll dieser Weg fertig sein“, meint Drucker. Das Projekt hat für die Gemeinde Waidhofen-Land einen Wert von rund 130.000 Euro.

Waidhofens Bürgermeister Robert Altschach (ÖVP) betont, dass die Stadtgemeinde leider kein Geld für dieses Projekt habe: „Wir haben für heuer einen Voranschlag mit 400.000 Euro Minus beschlossen. Wir haben aber sehr wichtige Projekte, die wir umzusetzen haben.“ Zudem betont der Stadtchef, dass der Grund nicht der Gemeinde gehöre und dieser noch angekauft werden müsste. „Mit der halben Brücke, die wir mitfinanzieren müssten, dem Ankauf und dem Bau rechne ich dabei mindestens mit Kosten in Höhe von 50.000 Euro. Zum einen fehlt uns das Geld, zum anderen ist das Interesse der Stadt an dem Projekt klein“, sagt Altschach.

Waidhofner Fußgänger und Radfahrer hätten zudem den sehr schönen Wanderweg über die „Jasnitzer Schweiz“, um nach Wohlfahrts zu gelangen.