Erstellt am 23. Dezember 2015, 04:53

von Redaktion Gmünd

Zu Weihnachten ist viel zu tun. Josef Pichler spricht von der Kunst, in den Gemeinden Aktive zu finden, die mithelfen.

Pfarrer Josef Pichler in der Pfarrkirche Groß Siegharts am vierten Adventsonntag mit den Ministranten Natalie Stumfol, Katharina Neller, Marcel und Dominik Friedl, Kerstin Janu, Anna Bräuer und Rafael Huber.  |  NOEN, Gabi Neuwirth
Pfarrer Josef Pichler hat zu Weihnachten viel zu tun: Er betreut nämlich außer der Pfarre Groß Siegharts auch die Pfarren Speisendorf und Puch - und muss daher mindestens drei Mal Weihnachten feiern.

„Als Missionar in Ghana war ich für 15 Gemeinden zuständig, die in einem Radius von 50 Kilometern verstreut waren, das war eine sehr gute Vorbereitung auf die Situation, wie ich sie jetzt auch in Österreich vorfinde“, meint Pichler augenzwinkernd. Für Pfarrer Pichler ist es die „große Kunst, in einer Gemeinde Menschen zu haben, die sich umschauen, die mithelfen“. Man müsse also herausfinden, wer die aktiven Menschen in einer Gemeinde sind.

Volles Programm am 24.

Wie sieht das Weihnachtsfest also für einen Pfarrer aus, der drei Pfarren betreut? - Am 24. Dezember ist Josef Pichler am Vormittag unterwegs, um Krankenbesuche zu machen und den Menschen die Kommunion zu bringen. Um 15 Uhr wird Diakon Othmar Ableidinger in Groß Siegharts eine Kindermette abhalten, Josef Pichler wird um 16 Uhr in Speisendorf die Mette zelebrieren. „Dort gibt es mit Albert Sainitzer einen jungen Kirchenchorleiter, die bemühen sich sehr“, erzählt Pichler von einem Aktiven.

Danach gibt es Weihnachten im Pfarrhaus Groß Siegharts mit der Familie von Josef Pichlers Hausfrau. Da gibt es ein Abendessen, das Weihnachtsevangelium wird vorgelesen und auch eine Bescherung steht am Plan. Josef Pichler geht am Weihnachtsabend auch mit Weihrauch durch alle Räume des Pfarrhofs, um die traditionelle Haussegnung durchzuführen.

Einstimmung zur Mette um 22 Uhr

Um 22 Uhr gibt es wieder „offiziell Programm“. Da beginnt in der Pfarrkirche die Einstimmung zur Mette mit der Familienmusik Jordan, ab 22.30 Uhr ist dann die Christmette. „Wir beginnen die Mette ausschließlich mit Kerzenlicht, ich zeihe mit dem Jesuskind in die dunkle Kirche ein und lege es dann in die Krippe“, erzählt Pfarrer Pichler weiter. Nach der Mette gibt es eine Agape mit Punsch und Tee am Kirchenplatz.

Am Christtag ist Josef Pichler um 8 Uhr bei der Messe in Puch, wo ebenfalls der Kirchenchor mitwirkt, um 9 Uhr heuer ausnahmsweise nochmals in Speisendorf, wo im Anschluss an die Messe eine Agape organisiert ist. In Groß Siegharts wird es am Christtag einen Wortgottesdienst mit Diakon Ableidinger geben.

Am Stefanitag gibt es in Groß Siegharts eine weitere Besonderheit: Da wird die Messe von der Stadtkapelle gestaltet. Diakon Ableidinger wiederum wird in Dietmanns einen Wortgottesdienst zelebrieren. Dann gibt es für Pfarrer Pichler ein paar Tage Urlaub, denn „auch wir müssen mit den Kräften haushalten“.