Waidhofen an der Thaya-Land

Erstellt am 15. April 2017, 05:47

von René Denk

Waidhofen-Land bei Häuslbauern gefragt. Gemeinde hat entgegen dem Trend Zuwachs, Lebensqualität und attraktive Bauplätze für Einfamilienhäuser spielen eine Rolle.

Rund 25 Bauplätze sind in Waidhofen-Land derzeit noch verfügbar, erklärt Bürgermeister Christian Drucker.  |  Denk

Häuslbauer finden nach wie vor immer wieder den Weg in die Gemeinde Waidhofen-Land. „Wir sind grundsätzlich zufrieden, wie sich unsere Gemeinde entwickelt, auch wenn wir gerade nicht mehr den großen Zulauf haben“, sagt Bürgermeister Christian Drucker im NÖN-Gespräch.

Trotzdem werden zwischen acht und zwölf Bauverhandlungen pro Jahr abgehalten. Der Wohnbau mit Einfamilienhäusern sei die teuerste Art des Wohnbaus, auch für die Gemeinde: Die Infrastruktur wie Kanal, Wasser, Strom usw. muss hergestellt werden.

"Das macht die Wohnqualität bei uns aus"

Nichtsdestotrotz steht der Bürgermeister hinter dieser Bauform. „Wir haben eben dörfliche Strukturen mit Einfamilienhaus-Siedlungen und keine Wohnungen. Das macht aber auch die Wohnqualität bei uns aus“, sagt Drucker. Wenn eine Familie ein eigenes Haus mit Garten baut, dann sei auch wesentlich wahrscheinlicher, dass diese in der Gemeinde bleibe, auch wenn der Weg in die Arbeit eineinhalb Stunden dauere. „Das kostet die Gemeinde zwar einiges, ist aber auch eine der Kernaufgaben einer Gemeinde. Mittel- und langfristig ist das eine Absicherung für das Überleben einer Gemeinde und der gesamten Region“, betont der Bürgermeister.

2015 wurden 45 neue Bauplätze in Vestenpoppen, Wohlfahrts und Brunn geschaffen. Insgesamt hatte das Gemeindegebiet damit 117 Bauplätze, wovon allerdings rund 70 in privater Hand sind und derzeit nicht zum Verkauf stehen. Aktuell würden zirka 25 Bauplätze für Bauwerber verfügbar sein.

Seit der Gründung der Gemeinde 1971 mit 1.110 Hauptwohnsitzern hat Waidhofen-Land im Gegensatz zu vielen Abwanderungsgemeinden einen Zuzug: Ende 2016 hatte sie 1.250 Einwohner.

Der Zubau für die neue Kindergartengruppe soll bis September für die Kinder fertiggestellt werden. Die dritte Kleinkindgruppe wird voraussichtlich bis Ende des Kindergartenjahres wieder vollbesetzt sein, freut sich der Ortschef.