Erstellt am 12. Mai 2016, 13:40

von Tina Jedlicka

1,5 Millionen Euro von Bankkunden abgezweigt. Weil er Bankkunden um mehr als 1,5 Millionen "erleichtert" haben soll, ist am Donnerstag ein ehemaliger Bankangestellter zu einer teilbedingten Haft von drei Jahren verurteilt worden.

 |  NOEN, Onsemeliot Wikimedia
Zwanzig Jahre lang hat ein Wiener bei einer Bank im Raum Mödling gearbeitet. Langsam stieg er die Karriereleiter empor bis er schließlich für größere Kunden zuständig wurde. Die Verantwortung seiner Kunden gegenüber soll er jedoch seit ein paar Jahren schamlos ausgenützt haben.

Der ehemalige Bankangestellte hat in mehrfachen Angriffen rund 1,5 Millionen Euro von mehreren Kunden mit gefälschten Unterschriften, fingierten Auszahlungskonten und vielem mehr abgezweigt.

Spielsucht führte zu verbrecherischem Verhalten

Ausschlaggebend für das Verhalten des Angeklagten soll seine Spielsucht gewesen sein, in die er irgendwie reingekippt sei. Bei dem Wechsel von einer Filiale in die andere habe er Unterlagen liegen gelassen, die einer Kollegin komisch vorgekommen sei. Darauf angesprochen leugnete er die Tat, zeigte sich dann aber in einem E-Mail geständig. Drei Jahre Haft von denen ihm zwei bedingt nachgesehen werden, lautete das nicht rechtskräftige Urteil.

Außerdem muss er seine Therapie gegen die Spielsucht weiter führen und sich weiter bis aufs Existenzminium pfänden lassen und das dem Gericht nachweisen. 730.000 Euro wurden in einem von ihm angemieteten Safe in der Bank gefunden und wurden zur Schadenswiedergutmachung verwendet, den Rest will er jetzt abstottern. 50.000 Euro hat er bereits bezahlt.