Erstellt am 26. Januar 2016, 05:03

von Mathias Schranz und Bettina Kreuter

14 Einbrüche: Region Steinfeld zittert vor „Phantom“. Nach den Einbrüchen in der Region Steinfeld geht bei der Bevölkerung die Angst um – Krimineller konnte bisher entwischen.

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Es ist in der Region das Gesprächsthema Nummer 1: Die Einbruchsserie, die auf das Konto eines Profi-Kriminellen gehen dürfte. In der Vorwoche hat der Unbekannte nicht weniger als 14 Einbrüche binnen weniger Tage verübt: 6 in Winzendorf, 5 in Bad Fischau Brunn, 3 in Weikersdorf. Dabei hat es das „Phantom“ vor allem auf Bargeld abgesehen, wie etwa bei Winzendorfs Top-Wirt Josef Schmutzer: 800 Euro konnte er erbeuten, „uns ist das erst aufgefallen, als wir die leere Kassa bemerkten“.

Der Einbruch zeigt, dass es sich bei dem Gesuchten um einen Profi handelt, so legte er sich gleich zwei Fluchtwege zurecht. Apropos Flucht: Trotz eines massiven Polizeiaufgebots konnte der Einbrecher jedes Mal entwischen, scheint überhaupt abgebrüht zu sein: Er brach sogar noch ein, obwohl ein Polizeihubschrauber über ihm schwebte.

Dass er auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, beweist ein Fall in Bad Fischau: Dort schlug das „Phantom“ mit seiner Gaspistole einen Hausbesitzer nieder, als er beim Einbruch überrascht wurde. Zuvor hatt er er aus der Schreckschusspistole auch noch fünf Schüsse abgegeben. Das Opfer erlitt eine Platzwunde am Kopf, der Kriminelle konnte flüchten.

Polizei weiter auf der Jagd nach „Phantom“

Immerhin: Am Wochenende gab es im Bezirk Wiener Neustadt keine neuen Einbrüche. Ein Ende der Serien-Einbrüche ist aber nicht in Sicht, denn der Mann dürfte seine „Tätigkeiten“ in den Bezirk Neunkirchen verlegt haben.

In Willendorf und Würflach wurden vier Einbrüche gemeldet, die zum „Modus Operandi“ passen. Die Polizei wird in den nächsten Tagen auf verstärkte Streifen sowie Schwerpunktaktionen setzen.