Erstellt am 24. Mai 2016, 02:24

von Josef Kleinrath

16 Mio. Euro gespart. Schon der Budgetvollzug für 2015 brachte der Stadt eine große finanzielle Entlastung. Weiter sparen ist angesagt.

Stocker, Schneeberger und Mürkl zeigen die positive Entwicklung. Der Sparkurs wird konsequent fortgesetzt.  |  NOEN, Magistrat
Als historischen Tag für Wiener Neustadt bezeichnet ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger den ersten Rechnungsabschluss der Amtszeit der bunten Stadtregierung: „Erstmals seit 2003 braucht die Stadt kein Darlehen für den Haushaltsausgleich.“


Während im Nachtragsvoranschlag noch von einem geplanten Abgang von 18,1 Millionen Euro die Rede war, stellt der Rechnungsabschluss mit einem Fehlbetrag von 1,8 Millionen Euro ein um 16,3 Millionen Euro verbessertes Ergebnis dar. Wie das geschafft werden konnte? Durch eine Vielzahl an Maßnahmen, wie Schneeberger und Finanzstadtrat Christian Stocker (ÖVP) erklären.

Jede einzelne Rechnung wurde geprüft

So musste etwa jede einzelne Rechnung, die über 1.500 Euro betrug, den Schreibtisch des Stadtchefs passieren. „Da konnte ich dann vieles schon durchwinken“, weiß Schneeberger, „aber alle Mitarbeiter haben sich genau überlegt, was vorgelegt wird.“ Alleine daraus habe eine gewaltige Verbesserung resultiert.

„Ich bin froh, dass der Plan der SPÖ nicht aufgegangen ist“, gab es von Finanzstadtrat Stocker auch einen Seitenhieb gegen die frühere Regierung, gepaart mit Lob an die Bediensteten: „Der Paradigmenwechsel ist voll angekommen. Die Bediensteten tragen die Sanierung mit.“

Der Schuldenstand ist allerdings gestiegen. „Wegen der dringend erforderlichen Umschuldungen der Schweizer Franken-Kredite und der damit verbundenen Realisierung von Kursverlusten der letzten Jahre“, erklärt Finanzstadtrat Christian Stocker.


Zahlen, Daten und Fakten

Mehreinnahmen, die erzielt werden konnten:

1,5 Millionen Ertragsanteile

1,3 Millionen mehr an eigenen Steuern

1,7 Millionen Euro mehr an Bedarfszuweisungen

300.000 Euro Mehreinnahmen für Bauhofleistungen

Ausgaben, die reduziert wurden:

6,7 Millionen Euro Einmaleffekt durch eine mit dem Finanzministerium vereinbarte und vom Rechnungshof in Auftrag gegebene Neuregelung der Verrechnungsmodalitäten mit der wnsks in Sachen Gebühren (schlägt sich in den kommenden Jahren weniger stark zu Buche)

1 Million Euro durch Umschuldungen und längere Laufzeiten der neuen Kredite

130.000 Euro durch Verschmelzung von KME und econova mit der Stadt-Holding

120.000 Euro durch den milden Winter

500.000 Euro durch Nicht-Ankauf von Fahrzeugen

400.000 Euro durch geringeren Energieverbrauch

160.000 Euro durch geringere Zinsbelastung

344.000 durch Einsparungen bei Wirtschaftsförderungen

800.000 Euro durch sonstige nicht erfolgte Anschaffungen