Erstellt am 13. Januar 2016, 05:33

von Doris Hoefer

„26 Jahre sind genug“. Ehemaliger Vize möchte dem Erfolg seiner Liste WIR Pernitzer nicht im Weg stehen. Junge sollen Chance haben.

Ehemaliger Vize und jetziger Gemeinderat der LWP Manfred Postl hat mit Ende Dezember sein Amt zurückgelegt.  |  NOEN, Franz Baldauf (Franz Baldauf)
Still und leise hat sich in den Weihnachtsfeiertagen Manfred Postl als Gemeinderat verabschiedet. Mit Ende des Jahres legte er sein Amt zurück. In der letzten Ausgabe der Parteizeitung der Liste WIR Pernitzer begründete er seinen Abgang schriftlich: „Ich hoffe, dass mit Zurücklegung meines Mandates die Ausgrenzungspolitik der Verwaltungskoalition von VP/SP gegenüber den Gemeinderäten der LWP zu Ende geht.“ Eine genauere Ausführung gab er der NÖN nun telefonisch. „26 Jahre sind genug“, sagt Postl zum Abschied von seiner politischen Karriere, „nachdem ich zehn Jahre aktiv mitgestaltet habe, ist die Oppositionsposition nicht so meine.

Man muss sich fragen, ob man das Leben für so einen Kleinkrieg geben will.“ Die SPÖ und ÖVP könnten derzeit in der Gemeinde tun, was sie wollen: „Die Gemeinderäte werden nur ruhiggehalten,“ so Postl, dabei sollte die Demokratie doch von unten nach oben praktiziert werden und nicht umgekehrt. VP-Bürgermeister Hubert Postiasi „könne nicht mit ihm“, darum sei es für die LWP besser, wenn er ginge. Nach 26 Jahren im Gemeinderat wolle er außerdem Platz für Jüngere machen, so Postl.

Politische Laufbahn

Seine politische Laufbahn begann Manfred Postl als Gemeinderat der FPÖ. Nach der Knittelfelder FPÖ-Versammlung im Jahr 2002 trat er aus der Partei aus und im Jahr 2005 bereits als Kandidat der Bürgerliste LWP an. Von 2010 bis 2015 hatte er auch die Position des Vizebürgermeisters inne.

Wie wird es nun weitergehen? „Meine Liste ist mein Kind, ich werde sie weiter unterstützen.“ Den nun freien Platz im Team der LWP nimmt die aus Pernitz stammende, 1980 geborene Mutter und Hausfrau Barbara Tomsits ein.