Erstellt am 10. November 2015, 05:22

von Josef Kleinrath

Manker: Entgleisung in der „Serbenhalle“. Paulus Manker treibt weiter seine obskuren Spielchen mit früheren Mäzenen und ehemaligen Vertragspartnern.

Paulus Manker (r.) ist offenbar nicht nur seinem Mäzen Christian Blazek in den Rücken gefallen.  |  NOEN, Franz Baldauf

Völlig unverständlich ist für viele, was aktuell rund um Paulus Manker passiert. Der Regisseur, Produzent und Schauspieler, der privat in Konkurs gegangen ist, hat auch bei seinem bisherigen Mäzen Christian Blazek, dem Eigentümer der Roigk-Hallen, in der Alma aufgeführt wurde, jeden Kredit verspielt – die NÖN berichtete.

Jetzt hat Manker noch eines draufgesetzt. Und zwar mit einer Amokfahrt durch die Serbenhalle. Deshalb wurde bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet, deshalb ermittelt diese wegen schwerer Sachbeschädigung, wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und wegen der unbefugten Inbetriebnahme fremder Fahrzeuge.

Einvernahme bei Kriminalpolizei

Vergangene Woche musste Manker deshalb bei der Wiener Neustädter Kriminalpolizei zur Einvernahme erscheinen. Fest steht mittlerweile, dass Manker die Lok in Bewegung gesetzt hat, mit der ein Tor sowie zahlreiche Platten beschädigt worden waren. Manker habe die Lage beim Rückwärtsfahren falsch eingeschätzt, erklärt nun Mankers Anwalt Dieter Ortner, die Vorwürfe gegen Manker seien für ihn nicht nachvollziehbar.

Dass es eine Beschädigung gegeben habe, räumte der Anwalt ein. Das sei darauf zurückzuführen, weil der Eigentümer den Strom abgedreht habe und in der Halle in jener Nacht völlige Dunkelheit geherrscht habe.

Alkoholisierung nicht mehr nachweisbar

Die Unfall-Version erscheint allerdings kaum glaubhaft: Denn erst nach 138 (!) Metern in dem von der Firma Sabic gemieteeten Teil der Halle ist das Gefährt zum Stehen gelangt – nach Verursachen vieler Schäden, deren Schadenssumme noch nicht feststeht. Ob eine Alkoholisierung oder eine andere Beeinträchtigung vorgelegen sei, als es zu der Sachbeschädigung gekommen ist, lasse sich nicht mehr feststellen.

Christian Blazek selbst will weder die aktuelle Sache noch die gegen Manker vorliegende Räumungsklage kommentieren: „Das werden die Gerichte klären müssen.“ Der Hallen-Eigentümer ist aber längst nicht der einzige, mit dem sich Manker wegen seiner Alma-Produktion in Wiener Neustadt angelegt hat. Das Schwechater Eisenbahn-Museum, das dem Künstler eine Lok und fünf Waggons überlassen hat, prozessiert auch gegen Manker.

„Manker benützt Fördergeld,
um andere zu schädigen“

Franz Kamper, Chef des Museums, ist über Manker empört: „Er zahlt weder die vereinbarte Miete noch hat er den Transport nach Wiener Neustadt bezahlt.“ Allerdings hat Manker dem Verein eine obskure Rechnung geschickt, weil Lok und Waggons bei ihm gelagert würden.

Kamper fragt sich: „Wer hat Manker einen Lokschein ausgestellt? Wie kann man im Dunkeln durch ein Tor fahren, wenn die Lok eine funktionierende Lichtanlage hat?“ Was er gar nicht versteht: „Manker benützt Fördergeld, um andere zu schädigen.“

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