Erstellt am 14. April 2016, 03:14

von Carina Pürer

Ärger über ÖBB bei den Pendlern. Gestrichene Zugverbindung, einzelne Triebwägen und überfüllte Waggons - für Lanzenkirchner Pendler kommt es weiter zu Problemen.

 |  NOEN, Sebastian Terfloth/Wikimedia

Bereits Anfang Februar wandten sich verärgerte Pendler an die NÖN - der Grund: Die ÖBB hat die direkte Zugverbindung nach Wien um 7.08 Uhr gestrichen. Der Zug hält zwar an manchen Tagen in Lanzenkirchen, um einen entgegenkommenden Zug abzuwarten – ein Zusteigen ist dabei aber nicht möglich. Stattdessen müssen Pendler jetzt um 7.17 Uhr nach Wiener Neustadt, von dort nach Wien weiterfahren.

„Man fragt sich, ob eine Strategie dahintersteckt, oder ob es ,nur‘ Ignoranz gegenüber ein paar Beförderungsfällen aus Lanzenkirchen ist. Die Meinung tendiert derzeit eher zur letztgenannten Variante“, schrieb ein verärgerter Pendler in der Vorwoche wieder an die NÖN, der in dieser Meinung dadurch bestätigt wird, dass in Lanzenkirchen weiterhin nur noch ein einzelner Triebwagen zur Verfügung stehe, der dementsprechend überfüllt sei.

„Wollen Angebot bald wieder verbessern“

Seitens der ÖBB wurde im Februar auf NÖN-Nachfrage erklärt, dass man bemüht sei, Einfachgarnituren zu vermeiden. Auf neuerliche Anfrage in der Vorwoche lautete die Reaktion seitens der ÖBB folgendermaßen: „Das derzeitige Angebot ist leider vorübergehend etwas geringer als gewohnt. Wir sind uns bewusst, dass dies für unsere Kunden nicht ganz zufriedenstellend ist und wollen das Angebot für unsere Fahrgäste schon bald wieder auf zwei Triebwägen verbessern.“

Derzeit seien an den Fahrzeugen aktuelle Wartungsarbeiten nötig, aber: „Sobald alle Garnituren dem Service unterzogen worden sind, fahren die Züge wieder in Doppeltraktion“, verspricht die ÖBB, die um Geduld bittet und sich der aktuellen Probleme durchaus bewusst ist: „Wir wissen, dass unser kompromissloser Fokus auf Sicherheit der Fahrzeuge und der Fahrgäste manchmal auch Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste bedeutet.“