Erstellt am 03. Februar 2016, 05:13

von Carina Pürer

Ärger über Schmutz in Bad Erlach. Blasen- und Schaumbildung an vielen Stellen der Pitten festgestellt – Hans Rädler über zuständige Behörde verärgert.

Bad Erlachs ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler ist verärgert: An einigen Stellen der Pitten kommt es zu Schaum- und Blasenbildung aufgrund von Einleitung giftiger Chemikalien. Er fordert rasches Eingreifen der Behörde.  |  NOEN, Foto: Wrede

Verärgert über die Gewässeraufsicht der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt zeigt sich derzeit Bad Erlachs ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler. Der Grund: In den vergangenen Monaten sei die Pitten zunehmend verschmutzt – nach anfänglicher Blasenbildung kommt es nun auch zu Schaumbildung an vielen Stellen des Flusses. Bereits vor Weihnachten habe Rädler die unhaltbaren Zustände bei der Gewässeraufsicht angezeigt. Passiert sei bis heute nichts, lediglich eine Wasseranalyse wurde in Auftrag gegeben.

„Die Behörde handelt nicht, obwohl hier rasches Eingreifen gefordert wäre. Unsere Pitten, auf deren Wasserqualität wir so stolz waren, ist jetzt stark verschmutzt“, zeigt sich Rädler empört. Er habe in Bad Erlach sofort kontrollieren lassen, ob Einleitungen stattgefunden haben.

Betriebe müssen überprüft werden

„Aber bei uns ist alles in Ordnung. Wie die Schaumbildung zeigt, die immer ein Zeichen für hochgradige Gewässerverschmutzung ist, erfolgt die Einleitung dieser giftigen Chemikalien bereits oberhalb unseres Ortsgebietes“, so Rädler. Er fordert die Behörde auf, endlich entsprechende Maßnahmen zu setzen: „Die Betriebe in den Gemeinden oberhalb von Bad Erlach wurden bislang nicht überprüft. Jetzt muss endlich gehandelt werden!“

Bezirkshauptmann Ernst Anzeletti betont im NÖN-Gespräch, dass er sich der Sache bereits angenommen hat – im Rahmen seiner Möglichkeiten: „Es wurden Proben entnommen, allerdings ist es notwendig, dass man weiter flussaufwärts geht, und das fällt in den Zuständigkeitsbereich der BH Neunkirchen. Ich habe angeordnet, dass man sich dort der Sache annimmt – von dort aus soll jetzt festgestellt werden, woher die Ursache kommt und ob es sich um einen einmaligen Vorfall handelt“, so der Bezirkshauptmann, „sollte es laufend sein, muss man eruieren, ob dahinter ein Gebrechen, eine Schlampigkeit oder dauerhaftes falsches Verhalten steckt“, behält er die Sache im Auge.