Erstellt am 04. Februar 2016, 09:36

von NÖN Redaktion

Am Weltkrebstag: 23-Jährige berichtet vom Reha-Erfolg. Eine Krebsbehandlung kann für den Patienten sehr anstrengend sein. Die Rückkehr in den gewohnten Alltag fällt vielen Betroffenen danach schwer. Hanna B. (23)

Foto: zvg  |  NOEN, zvg
Eine onkologische Rehabilitation kann den Weg zurück erleichtern, bringt aber auch noch viele andere positive Effekte mit sich. Primar Alexander Gaiger zeigt die neuen Wege in der personalisierten Krebstherapie auf, die 23-jährige Patientin Hanna B. berichtet von ihren Erfahrungen.

„Nebenwirkungen werden vermindert“

Durch verbesserte Früherkennung und moderneren, wirksameren Behandlungsformen gelingt es immer mehr Menschen von Krebs zu heilen und sowohl die Überlebenszeit, als auch die Lebensqualität zu verbessern.

„Ein wesentlicher Baustein dieser neuen Behandlungskonzepte ist die onkologische Rehabilitation. Dadurch wird die Wirksamkeit der Krebstherapie gestärkt, die Nebenwirkungen der Behandlung werden vermindert und die Betroffenen werden in ihrem Lebensalltag unterstützt“, sagt Primar Alexander Gaiger, Leiter der Onkologischen Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach.

Im Sinne einer integrativen Krebsbehandlung setzt das Behandlungskonzept im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach auf die körperliche, psychische und soziale Rehabilitation. „Der Patient wird dort abgeholt, wo er steht. Das Vertrauen in den eigenen Körper wird gestärkt, um so Kraft zu finden, für den durch die Erfahrung der Erkrankung und Behandlung veränderten Lebensalltag“, erläutert Alexander Gaiger den Rehabilitationsansatz.

„Mit Reha Wiedereinstieg ins Leben geschafft!“

Die 23-jährige Oberösterreicherin Hanna B. war im Jänner 2016 zur Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach - für sie hat sich damit einiges verändert.

Im Sommer davor, kurz nach ihrem Bachelor-Abschluss und vor dem Aufbruch zu neuen Zielen, erfuhr sie von der Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Neben der Chemotherapie hatte sie mit unerwarteten Komplikationen und Stoma-Nebenwirkungen zu kämpfen.

Schon da war ihr klar, dass sie unbedingt eine onkologische Rehabilitation machen möchte. Bei dem dreiwöchigen Aufenthalt im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach hatte Hanna B. ausreichend Zeit für sich und: „Ich habe mit der Rehabilitation einen Wiedereinstieg ins Leben geschafft.“

Mit individuellem Konzept auf Bedürfnisse eingehen

Je nach Art der Erkrankung oder Form können die Folgestörungen und Beeinträchtigungen nach der primären Krebstherapie sehr unterschiedlich sein.

Mit Hilfe eines individuellen Konzeptes kann punktgenau auf die Bedürfnisse des Patienten eingegangen werden und der Rehabilitand erhält die für ihn notwendigen medizinischen und therapeutischen Leistungen.

„Im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach definiert das Behandlungsteam gemeinsam mit dem Patient die Behandlungsziele. Je nachdem legen wir den Schwerpunkt auf medizinische Trainingstherapie und Sport, Sensomotorik oder psychosoziale Unterstützung“, erklärt Gaiger.

Für Hanna B. wurden die Rehabilitationsziele erfüllt. Sie hat, wie sie selber sagt, ihren Weg „zurück ins Leben“ geschafft: „Ich habe ordentlich an Energie zugelegt - die Bewegungseinheiten haben mir jede Menge Kraft und Ausdauer gegeben und durch die psychologischen Gespräche habe ich eine neue Orientierung für meine berufliche Zukunft gefunden.“

Damit nicht genug: Im hauseigenen Schwimmbad konnte sie ihre Leidenschaft für das Schwimmen wiederentdecken und damit jede Menge Entspannung finden