Erstellt am 01. Dezember 2015, 12:03

von Carina Pürer

Bad Erlach: FPÖ kontert Rädler. Gemeinde Bad Erlach will wie berichtet zwei Asylsuchende auf dem Bauhof beschäftigen - die Bezirks-FPÖ zeigt sich empört.

FPÖ-Bezirksobmann Peter Schmiedlechner: »Das ist gesetzlich verboten.«  |  NOEN, Foto: zVg

In der Vorwoche gab ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler bekannt, zwei Flüchtlinge auf dem Bauhof beschäftigen zu wollen. Ihm sei klar, dass er dafür Kritik ernten würde, sagte er –  und die ließ nicht lange auf sich warten: FPÖ-Bezirksparteiobmann Peter Schmiedlechner meldete sich zu Wort.

„Trotz einer Rekordarbeitslosigkeit von 10,1 Prozent im Bezirk will Rädler noch nicht anerkannte Asylwerber in der Gemeinde beschäftigen – obwohl es in Österreich gesetzlich verboten ist, Asylwerber ohne offiziellen Flüchtlingsstatus arbeiten zu lassen“, so Schmiedlechner, „mit seiner Ansage beweist Herr Rädler, dass für ihn Asylanten mehr zählen als Österreicher. Anstatt für Einheimische Arbeitsplätze zu schaffen, sorgt er sich mehr um Flüchtlinge.“ Er fordere Rädler zu einem Umdenken auf. „Wir, die FPÖ, sind klar gegen dieses Verhalten der ÖVP, denn für uns gilt der Leitsatz ,Österreicher zuerst‘.“

"Bürgermeister handelt gegen Gemeindeordnung"

Auch Bad Erlachs FPÖ-Gemeinderat Thomas Breitsching zeigt sich empört: „Es gibt in Bad Erlach keine Ausschreibung, dass eine Stelle bei der Gemeinde frei wäre, zudem handelt der Bürgermeister gegen die Gemeindeordnung – ist der Österreicher im eigenen Land denn so wenig wert, dass die Gemeindeordnung missachtet wird, um vor den schwarzen Genossen gut dazustehen?“

Rädler stellt auf NÖN-Nachfrage klar: „Ich beschäftige hier niemanden auf 40 Stunden-Basis, es geht hier um eine stundenweise Tätigkeit für etwa 100 Euro im Monat.“ Und weiter: „Es handelt sich um eine Integrationsmaßnahme und die Möglichkeit, jungen Flüchtlingen Abwechslung zu bieten. Ich ärgere mich über diese Fremdenfeindlichkeit der FPÖ.“