Erstellt am 20. Januar 2016, 05:13

von Kristina Veraszto

Baumfällung sorgte für Entrüstung bei Anrainern. Das Umschneiden mehrerer Nadelbäume am Sportplatz führte bei Anrainern zum Unmut.

Die Fichten nach der Fällung. Anrainer waren empört.  |  NOEN, privat

Mehr als 15 Fichten entlang des Sportplatzes wurden vergangenen Freitag aufgrund von Sorgen über ihre Standfestigkeit gefällt. Anrainer äußerten ihren Unmut und beschwerten sich beim SPÖ-Bürgermeister Harald Richter über den nun fehlenden Lärm und Sichtschutz und unnötiges Eingreifen in die Natur.

Ihrer Ansicht nach seien die Bäume komplett gesund und nicht Umsturz gefährdet gewesen. „Es ist drei Mal in der Woche Training und am Wochenende sind Spiele, die Bäumen waren auch ein Lärm- und Sichtschutz“, erklärt Gertrude Obradovits. Außerdem habe Richter den Anrainern versichert, dass die Bäume nicht zur Fällung vorgesehen seien.

Ortschef wusste vom Umschneiden nichts

Der Ortschef selbst gibt an, dass vom Umschneiden der Fichten nichts gewusst habe und er selbst erst durch eine Beschwerde darauf aufmerksam gemacht wurde. „Tatsache ist, dass für mich immer gegolten hat: Die Bäume bleiben stehen.“, so Richter. Das machte die Anrainer umso aufgebrachter. „Die ganze Gasse ist empört. Ich finde, das ist ein Skandal“, so Gabriele Reich.

Hermann Bayer, Obmann des Sportclubs Lichtenwörth und somit Instandhalter des Fußballplatzes, sieht die Fällung als unbedingt notwendig an. Beim letzten Sturm wurden bereits einige Äste abgebrochen. „Ich verstehe die Aufregung, aber die Bäume sind zu gefährlich“, so Bayer.

Mit Bayers Erlaubnis schnitt Mathias Kogler mit Helfern die Bäume um. Auch Kogler, Ingenieur in Gartenbau, ist der Ansicht, dass durch die flachen Wurzeln der Fichten bei Sturm Gefahr droht. Es musst daher gehandelt werden, weshalb Richter nicht von Anfang an in die Angelegenheiten einbezogen werden konnte. Im Frühjahr sollen übrigens neue Bäume gepflanzt werden.