Erstellt am 24. März 2016, 10:09

Baustart: A2 wird saniert. Auf der A 2 Süd Autobahn zwischen Wr. Neustadt und Grimmenstein fahren ab 30. März wieder die Baumaschinen auf.

 |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Auf der A 2 Süd Autobahn zwischen Wr. Neustadt und Grimmenstein fahren ab 30. März wieder die Baumaschinen auf. Damit wird der knapp 13 Kilometer lange Autobahnabschnitt erstmals seit seiner Fertigstellung in den 1980er Jahren einer großen Sanierung unterzogen.

25 Millionen Euro investiert die ASFINAG in die bis Ende 2017 dauernden Arbeiten. Damit der Verkehr untertags rasch durch die Baustelle kommt, hält die ASFINAG immer alle drei Fahrspuren offen und setzt eine umfassende Section Control ein. „Vertrauen ist gut, aber nur Kontrolle macht die Baustelle wirklich sicher“, sagt Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH, „mit täglich rund 65.000 Autos und einem Lkw Anteil von acht Prozent ist das Verkehrsaufkommen in diesem Abschnitt hoch und schon ein kleiner Unfall kann massive Staus zur Folge haben.

Aus Erfahrung wissen wir, dass eine Überwachung der Geschwindigkeit die Fahrdisziplin erhöht.“ Die „Multi Section Control“ kontrolliert zusätzlich zur Hauptfahrbahn der A 2 auch alle Zu- und Abfahrten zur S 6 Semmering Schnellstraße im Baustellenbereich.

14-monatige Arbeitsdauer

Während der 14 Arbeitsmonate saniert die ASFINAG die Fahrspuren vom Knoten Wr. Neustadt bis kurz nach dem Knoten Seebenstein und neun Brücken. Ebenfalls erneuert werden Teile der Entwässerung für die Fahrbahnabwässer und Teile der Straßenausrüstung wie beispielsweise Leitschienen. Mit der Baustelleneinrichtung startet die ASFINAG in der Nacht von Dienstag, 29. März auf Mittwoch 30. März. Während der Einrichtungsarbeiten, die rund zwei Wochen dauern, kommt es in den Nächten zu Spursperren. Danach ist die neue Verkehrsführung – Gegenverkehr auf der Richtungsfahrbahn Graz – fertig eingerichtet. Im Baustellenbereich gilt Tempo 80 km/h.

 
Section Control: Funktion und Datenschutz

Die Fahrzeuge werden samt Kennzeichen und Durchfahrtszeitpunkt bei der Einfahrt in den Überwachungsabschnitt aufgenommen. Bei der Ausfahrt werden diese erneut inklusive Zeitstempel aufgezeichnet. Nach dem Vergleich der Zeitstempel und unter Berücksichtigung der geeichten zurückgelegten Wegstrecke wird die Durchschnittsgeschwindigkeit des Fahrzeugs – abzüglich etwaiger Messtoleranzen – ermittelt. Überschreitungen werden von der Polizei gespeichert und entsprechenden geahndet. Ist keine Überschreitung gegeben, werden die Daten sofort gelöscht. Die Section Control ist in der Lage zwischen ein- und mehrspurigen Fahrzeugen zu unterscheiden.

So können auch verschiedene – von der Fahrzeugklasse abhängige – Geschwindigkeitsbeschränkungen überwacht werden (Motorräder vs. Pkw, Lkw und Busse). Nur die Polizei hat Zugriff auf die Daten und auch nur die Polizei verhängt bei Geschwindigkeitsübertretungen Strafen. Die jeweils zuständige Landesverkehrsbehörde führt die Geschwindigkeitsüberwachungen und  bei Übertretungen auch die Verwaltungsstrafverfahren durch. Die Landesverkehrsbehörden erstatten ebenfalls die notwendigen Datenschutzmeldungen.

Die aufgezeichneten Übertretungen – und nur solche werden länger als fünf Minuten gespeichert – werden von der Polizei ausgewertet und der Bezirkshauptmannschaft beziehungsweise dem Magistrat zur Strafverfolgung weitergeleitet.