Erstellt am 01. Januar 2016, 05:33

von Anna Hlawatsch

Beliebter Türlsteher verlässt Herrengasse. "Schurli" verlässt nach nunmehr 8 Jahren Karriere als Türsteher die Herrengasse mit lachendem und weinendem Auge.

Türsteher Georg Harfas, besser bekannt als »Schurli«, beendet mit fast 62 Jahren seine Karriere in der Herrengasse. »Schurli« blickt auf die Zeit als Security mit Wehmut und Freude zurück.  |  NOEN, Foto: Hlawatsch

Auf eine 20- jährige Karriere als Security blickt Georg Harfas, besser bekannt durch seinen Spitznamen „Schurli“, zurück. Seit nun fast acht Jahren ist er in der Herrengasse als Türlsteher bekannt, doch nun hängt „Schurli“ die Securityjacke an den Herrengassenhaken.

Jeder kennt ihn offenbar in der Gasse, das zeigt sich beim Fototermin Samstagnacht. Fast jeden, der vorbei kommt, grüßt er, für die Nachtschwärmer hat er immer ein freundliches Wort auf den Lippen.

„Nachdem ich 2016 meinen 62. Geburtstag feiere, denke ich, es ist an der Zeit, mich aus der Branche zurückzuziehen, zudem glaube ich, dass ich mittlerweile sowieso der älteste Türsteher in ganz Österreich bin“, lacht Harfas.

Situation in der Herrengasse entspannt

„Den Großteil der Zeit steht man als Türlsteher natürlich vor der Tür, egal bei welchem Wetter und das jedes Wochenende, aber ich habe mich immer mehr als Empfangschef gesehen. Mein größtes Anliegen war es immer, den Gästen Sicherheit zu bieten, damit sie sich wohlfühlen. Dass ich dabei viel gesehen habe ist natürlich klar“, schmunzelt Harfas und ergänzt weiter: „Früher war die Herrengasse sehr verschrien und sehr gefährlich, da hat es teilweise Massenschlägereien von 10 bis 15 Leuten auf einmal gegeben. Wir haben es innerhalb eines halben Jahres geschafft, die Lage einzudämmen, und jetzt hat sich die Gasse komplett entspannt. Meine Taktik war dabei, immer das Gespräch zu suchen und nur im äußersten Notfall zu agieren.“

Auf die Frage nach der Türlsteher-Zeit antwortet „Schurli“: „Ich werde auf meine Karriere mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückblicken, in den Jahren haben sich viele Freundschaften ergeben, die ich auch weiterhin behalten möchte. Als Türlsteher ist man natürlich der Ansprechpartner für alles, aber ich habe den jungen Leuten und ihren Problemen immer gerne zugehört und mich um sie gekümmert.“

Für Events und spezielle Anlässe will der eigentliche Kraftfahrer aber dennoch weiterhin zur Verfügung stehen.