Erstellt am 18. November 2015, 08:18

von Doris Hoefer

Biber gefährdet Radler. Waldeggs VP-Bürgermeister Michael Zehetner verärgert. Keine Unterstützung seitens des Landes NÖ bei Biber-Problematik.

Einer der angenagten Bäume, der zum Schutz von Personen entfernt werden musste.  |  NOEN, Foto: Gemeinde

Gefahr im Verzug, hieß es am vergangenen Samstag am Piestingtaler Radweg, zwischen Reichental und Oed. Biber hatten Bäume derart angenagt, dass diese für Radfahrer gefährlich werden könnten. Gemeindearbeiter schnitten acht der beschädigten Bäume sofort um.

VP-Bürgermeister Michael Zehetner ist wütend: „Meine Geduld ist enden wollend.“ Die Biber-Problematik beschäftigt die Gemeinde Waldegg bereits seit langer Zeit. Zehetner habe sich schon oft an die zuständigen Abteilungen des Landes NÖ gewandt, habe bereits vor Ort mit dem Biber-Beauftragten gesprochen, aber Lösungen gäbe es bis heute keine. „Wir gehen von einer Besprechung zur anderen. Keiner will die Verantwortung übernehmen, und am Ende liegt sie bei mir als Bürgermeister, wenn etwas passiert, muss ich den Kopf hinhalten“, so Zehetner frustriert.

Dass der Biber seit Kurzem nicht mehr unter Naturschutz steht, macht für Zehetner keinen Unterschied, denn den Abschuss müsse nach wie vor die Behörde vorschreiben, und da ginge nichts weiter. „Ich kann nicht mehr tun, als die Schäden zu melden. Wir müssen das Gebiet entlang der Piesting durchforsten und alle morschen Bäume entfernen. Die jungen Bäume wachsen sofort nach.“ DerBiber-Beauftragte sei dazu da, um Maßnahmen zu setzen. „Uns hat er vorgeschlagen, die Bäume einzuzäunen.“