Erstellt am 18. September 2015, 16:53

von Mathias Schranz

Brand in Müllverarbeitungsbetrieb. Feueralarm am Donnerstag gegen 16 Uhr in Wiener Neustadt: In der Müllverarbeitungsfirma ASA in der Breitenauer Siedlung war in einer Halle ein Feuer ausgebrochen.

Feueralarm am Donnerstag gegen 16 Uhr in Wiener Neustadt: In der Müllverarbeitungsfirma ASA in der Breitenauer Siedlung war in einer Halle ein Feuer ausgebrochen.  |  NOEN, Schranz Mathias
Verletzte dürfe es nach ersten Erkenntnissen keine geben, die Brandursache ist noch unklar. Die betroffene Firma steht mitten in einem Wohngebiet, in den letzten Jahren formierte sich Anrainerwiderstand. Vor allem die Geruchsbelästigung im Sommer ist immer wieder ein Thema.

Der erste Alarm kam über die automatische Brandmeldeanlage der Firma in der Neunkirchner Straße. Während das erste Tanklöschfahrzeug routinemäßig ausrückte, ließen mehrere Meldungen über dem Notruf auf ein größeres Brandgeschehen hindeuten. Die Freiwillige Feuerwehr Weikersdorf/Steinfeld musste zur Unterstützung nach Wiener Neustadt alarmiert werden.

In der Betriebshalle des Abfallbehandlungsbetriebes kam es aus unbekannter Ursache zu einem Brand einer Förderschnecke für Kunststoffmüll. In der Anlage, mit der große Mengen kleiner Kunststoffschnitzel bewegt werden, konnte sich der Brand rasch ausbreiten.

Keine Gefahr für Anrainer 

Durch die enorme Rauchentwicklung, die der brennende Kunststoff verursachte konnte im Umfeld und im Inneren der Halle nur mit umluftunabhängigem Atemschutz gearbeitet werden. Außerdem hinderten die Plastikberge im inneren der Halle die Bewegungsfreiheit der eingesetzten Trupps. Insgesamt waren 12 Trupps mit Atemschutz im Einsatz. Dies entspricht 36 Mann, die unter schwerer Sichtbehinderung und Hitzeentwicklung den Brand bekämpften. Gefahr für die Anrainer bestand zu keinem Zeitpunkt, da der Rauch rasch nach oben abzog.

Um die große Halle rauchfrei zu bekommen, wurde mit mehreren Druckbelüftern gearbeitet und die Lichtkuppeln am Dach geöffnet. Die bessere Sicht begünstigte die Brandbekämpfung enorm. Erst nach drei Stunden, war er möglich, die ersten Einsatzkräfte vom Einsatzort abziehen zu können. Die Glutnestbekämpfung dauerte bis in die Abendstunden.

Insgesamt waren 61 Feuerwehrleute mit 14 Fahrzeugen im Einsatz. Außerdem standen während der heißen Phase, Rotes Kreuz und Sameriterbund Wiener Neustadt zur Absicherung der Feuerwehrkräfte in Bereitstellung.