Erstellt am 20. April 2016, 14:33

von Mathias Schranz

Bundesheer übt mit Drohnen - mit Video!. Das Drohnen-Zeitalter ist seit Jänner des Vorjahres auch für das Österreichische Bundesheer angebrochen. Am Mittwoch wurden die unbemannten Fluggeräte in Wiener Neustadt in der „Flugfeld Kaserne“ vorgestellt.

 |  NOEN, Schranz
Sechs Systeme mit insgesamt 18 Fluggeräten wurden von einer französischen Firma angekauft. Das kostet dem Bundesheer – inklusive Betreiber-Ausbildung und Ersatzteile – immerhin 3,3 Millionen Euro.

Trotzdem: „Im Vergleich zu Hubschraubern etwa, kommt uns das viel billiger“, erklärt Oberst Ägidius Daniel Muhr vom Referat Entwicklung. 90 Minuten können die 8,5 Kilogramm schweren Drohnen in der Luft bleiben und funken Bilder an die Bodenstation.

Mit Tag- und Nachtsichtkameras ausgerüstet

Ausgerüstet mit Tag- und Nachtsichtkamera würden sich die Missionen vor allem auf Aufklärung beschränken, heißt es seitens des Bundesheeres. Vorstellbar sind Einsätze im Rahmen von internationalen Operationen, Einsätzen zur Landesverteidigung, aber auch bei sicherheitspolizeilichen Einsätze oder bei Katastrophenszenarien.

Flüge vorerst nur auf militärischem Gelände

Derzeit befindet man sich in der Erprobungsphase, geflogen werden darf nur auf militärischem Gelände. Konzentriert wird sich auf die Truppenübungsplätze Felixdorf, Allensteig, Seetaler Alpe und Wattener Lizum. Bei den Erprobungen soll unter anderem herausgefunden werden, wie viel Mann für ein „Drohnen-Team“ am besten geeignet sind.

Fluggeräte bleiben unbewaffnet

Waffen können auf die Drohen Typ „Tracker“ laut Bundesheer übrigens nicht montiert werden, das sei auch nicht vorgesehen.