Erstellt am 11. September 2015, 12:47

Eugen B. Hug neuer medizinischer Leiter von MedAustron. Mit Prof. Dr. med. Eugen B. Hug konnte ein international renommierter Experte für Ionentherapie für das Wiener Neustädter Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum gewonnen werden.

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Klaus Schneeberger heute den neuen medizinischen Leiter von MedAustron vor: Prof. Dr. Eugen B. Hug.  |  NOEN, Franz Baldauf

Prof. Hug übernimmt die ärztliche Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ramona Mayer, die sich große Verdienste im Aufbau des Behandlungszentrums erworben hat und die mit Ende des Jahres in den Ruhestand treten wird. Gleichzeitig wurde Prof. Hug mit Anfang September auch zum medizinischen Geschäftsführer bestellt und leitet gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer DI Alfred Zens, MBA, das Unternehmen.

Damit wurde die Führung von MedAustron nun rechtzeitig für den Ambulatoriumsbetrieb aufgestellt - im zweiten Quartal des nächsten Jahres werden die ersten Patientenbehandlungen starten.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zeigte sich über die Besetzung sehr erfreut: "Niederösterreich entwickelt sich immer stärker zu einem dynamischen Wissenschaftsstandort, nicht zuletzt auch durch unser langfristiges strategisches Programm in der Forschungs-, Technologie-und Innovationspolitik. MedAustron ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der niederösterreichischen Wissenschaftslandschaft und trägt maßgeblich dazu bei, unser internationales Ansehen in Wissenschaft und Forschung zu festigen.

Das wird nun mit dem neuen medizinischen Leiter verstärkt, der langjährige internationale Erfahrung und Reputation mitbringt. Ich freue mich, dass Prof. Hug in dieser entscheidenden Phase zu MedAustron stößt und das Zentrum in den klinischen Betrieb als Ambulatorium führen wird."

"Es spricht für MedAustron und für Niederösterreich, dass wir mit Prof. Hug eine internationale Koryphäe gewinnen konnten. Wir sind damit nun sowohl technisch als auch personell für die Inbetriebnahme des Ambulatoriums bestens vorbereitet", ergänzte MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Klaus Schneeberger.

Und weiter: "Mein großer Dank geht auch an Prof. Mayer, deren Leistungen zur Realisierung von MedAustron wir gar nicht hoch genug schätzen können. Ohne ihre medizinische Expertise und ihren Einsatz wäre das Projekt nicht derart weit gediehen. Ich wünsche Prof. Mayer für den wohlverdienten Ruhestand alles Gute und heiße Prof. Hug herzlich bei MedAustron willkommen."

Prof. Dr. Eugen B. Hug wurde 1959 in München geboren. Nach dem Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Weiterbildungen in Radioonkologie in Amerika absolvierte er eine beeindruckende internationale Karriere als Radioonkologe. Er ist ein international bekannter und anerkannter Pionier der Partikeltherapie mit über 20 Jahren Erfahrung als Kliniker und Forscher, und Autor zahlreicher Publikationen.

Er hat unter anderem an verantwortlicher Stelle am Massachusetts General Hospital, Loma Linda University Medical Center, am Paul Scherrer Institut in Villigen (CH) und zuletzt als medizinischer Direktor und medizinischer Geschäftsführer (CMO) für die ProCure Proton Therapy Centers, New York, an mehreren Zentren für Protonentherapie maßgeblich gearbeitet.

Prof. Hug selbst sieht seiner neuen Aufgabe mit Begeisterung entgegen: "Seit vielen Jahren bin ich nun schon in der Partikeltherapie tätig, ebenso lange verfolge ich deshalb natürlich alle Entwicklungen auf diesem Gebiet und damit auch jene von MedAustron. Ich freue mich, dass ich hier die Chance bekomme, meine Erfahrung in einem der wenigen Zentren für die Therapie sowohl mit Protonen als auch mit Kohlenstoffionen einzubringen. Ebenso freue ich mich auf die spannende Phase, die mit der Inbetriebnahme vor uns liegt und bin sicher, dass es mit dem hervorragenden Team bei MedAustron gelingt, das Zentrum als internationalen Player in der Krebsbehandlung und -forschung mit Ionen zu positionieren und zum Wohle der Patienten in die Radioonkologie Österreichs zu integrieren."