Erstellt am 24. November 2015, 05:03

Europahaus: FPÖ besteht auf Auszug. Die Debatte um das Projekt der Kinderfreunde, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Wiener Neustadt unterzubringen, reißt nicht ab.

Das Flüchtlingsprojekt in der Jugendherberge ist politisch umstritten.  |  NOEN, Kleinrath

FPÖ-Wohnungs-, Integrations- und Sozialstadtrat Michael Schnedlitz bleibt dabei: Er wolle eine Jugendherberge im Stadtpark, keine Flüchtlingsbeherbergung: „Was die Kinderfreunde aufführen, ist ein Witz.“

Diese würden sich nicht an Mietvereinbarungen halten, deshalb sei er gezwungen, gerichtlich dagegen vorzugehen, weil er sonst einen Amtsmissbrauch begehen würde. Die Kinderfreunde halten dem entgegen, dass sie rechtlich keine Sorgen wegen der Klagen hätten und betonen, alle Informationen rechtzeitig gegeben zu haben.

ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger unterstützt Schnedlitz: „Es gibt bessere Orte für so ein Projekt.“ Man werde das ruhig und korrekt abwickeln, meint aber in Richtung Kinderfreunde: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.“ Denn der Hauseigentümer, also die Stadt, sei definitiv nicht entsprechend informiert worden: „Und wer in einer dringenden Angelegenheit mit mir sprechen will, bekommt einen Termin.“

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