Erstellt am 03. Mai 2016, 10:07

von Mathias Schranz

Fackeln im Sturm. Eine Woche nach der Präsidentschafts-Niederlage zogen Genossen durch die Innenstadt. Angriffe auf politische Gegner.

Nationalrat Peter Wittmann, Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser und Vizebürgermeister Horst Karas.  |  NOEN, Schranz

Ganz klar: Mit Fackelzügen wie noch unter Traude Dierdorf konnte die SPÖ nicht aufwarten, vor allem die Jugend machte sich rar.

In stürmischen Parteizeiten war die Stimmung eher verhalten. „Ich bin ja noch dabei, deswegen schau ich‘s mir auch an“, meinte etwa ein einfaches Parteimitglied vor Beginn. Trotzdem: Von St. Peter/Sperr zogen zahlreiche Genossen am Freitagabend auf den Hauptplatz, erstmals hatte es diesmal zuvor die Reden gegeben.

Neustadts Parteichef und Vizebürgermeister Horst Karas gab sich angriffig, sprach von Angst und Mobbing der Mitarbeiter am Magistrat unter der neuen Stadtregierung.

Auch für FPÖ-Stadtrat Michael Schnedlitz hatte er eine Nachricht: Er wiederholte die Kritik, dass Schnedlitz die rechte „Identitäre Bewegung“ in der Stadt willkommen geheißen hatte: „Michael Schnedlitz, treten Sie zurück.“

Nationalrat Peter Wittmann redete über interne Probleme, sprach sich für eine Mitgliederbefragung vor einer eventuellen Neuaufstellung aus. Und er warnte im Fall eines Präsidenten Norbert Hofer vor einer möglichen Abberufung des Kanzlers und Neuwahlen.

Eher sachlich waren die Auftritte von Arbeiterkammer NÖ-Präsident Markus Wieser und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser. Letztere gab mit Alexander van der Bellen eine wenig überraschende Wahlempfehlung ab.