Erstellt am 23. Februar 2016, 05:49

von Carina Pürer

FPÖ will "Druck aufbauen!". FPÖ lud an zwei Terminen zur Diskussion über Asyl - für Donnerstag ist eine Kundgebung angesetzt.

Verärgerte Gesichter von rund 40 Teilnehmern am Donnerstag im Café Linauer – großes Thema: Die geplante Flüchtlingsunterbringung auf dem Areal der Roigk-Halle.  |  NOEN, Pürer

Laut, hitzig und emotional verlief am vergangenen Donnerstag eine Bürgerversammlung mit FPÖ-Bürgermeisterstellvertreter Michael Schnedlitz und Stadtrat Markus Dock-Schnedlitz im Café Linauer in der Pottendorfer Straße. Das Thema: „Schluss mit Zwangszuteilung von Asylwerbern durch die Bundesregierung.“

„Wir haben es mit einer heillos überforderten Bundesregierung zu tun“, machte Markus Dock-Schnedlitz gleich einleitend deutlich, „die Vorfälle häufen sich. Zuletzt gab es wieder einen sogenannten Einzelfall in der Herrengasse, zudem ist ein Transitquartier auf dem Areal der Roigk-Halle geplant – und man kann als Kommune quasi nichts dagegen tun“, so der Stadtrat.

„Wir stehen in Wiener Neustadt mit dem Rücken zur Wand, und es ist Zeit zu handeln“, stimmte Michael Schnedlitz mit ein, „wir müssen alle gemeinsam Druck machen – denn es ist unser Recht und unsere Pflicht zu sagen: Bis hierher und nicht weiter.“

„Wir leben in einem Land, das von Idioten regiert wird“

Die rund 40 Teilnehmer an der Bürgerversammlung reagierten mit Applaus – und machten eines deutlich: Das Thema emotionalisiert. „Wir leben in einem Land, das von Idioten regiert wird“, hieß es, und: „Was muss denn noch passieren, damit die endlich aufwachen? Was können wir tun, um uns zu schützen?“

Michael Schnedlitz glaubt, die Antwort zu kennen: „Druck aufbauen! Gehen wir gemeinsam auf die Straße, schreiben Sie Leserbriefe, tun Sie Ihren Unmut kund. Lassen Sie uns das jetzt gemeinsam starten – und wir werden mit voller Kraft reinfahren und sagen: So nicht.“

Kundgebung auf Wiener Neustädter Hauptplatz geplant

Am Montag fand eine zweite Bürgerversammlung im Café Daimler statt – für kommenden Donnerstag ist eine Bürgerkundgebung auf dem Wiener Neustädter Hauptplatz geplant. „Das sind die Maßnahmen, die wir setzen können“, so Michael Schnedlitz, der auch eine Unterschriftenliste mitgebracht hatte, „und ich hoffe, dass sich zahlreiche Menschen an der Demo beteiligen. Denn eines ist auch klar: Wenn wir ankündigen, unseren Unmut kundzutun, und dann kommt niemand, fahren die in Wiener Neustadt künftig mit uns Schlitten...“