Erstellt am 05. Juli 2016, 13:13

Warum ist die Rübe weiß?. Gernot Zweytick, Studiengangsleiter im Master „Lebensmittelproduktentwicklung & Ressourcenmanagement“, FH Wiener Neustadt, Campus Wieselburg, über eine Frage der Familie Fischelmaier.

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Weiße Rüben, gelbe Paprika, rote Tomaten, grüne Gurken – Gemüse zeigt sich in bunten Farben. Mit Ausnahme des Chlorophylls sind dafür sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die in bestimmten Zelltypen gebildet werden, verantwortlich.

Sie unterscheiden sich von primären Pflanzeninhaltsstoffen dadurch, dass sie für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sie schützen die Pflanze vor UV-Licht, locken Bienen für die Blütenbestäubung an oder Tiere, damit diese den Samen der Pflanze mit der Futteraufnahme verbreiten. Für den Menschen spielen sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe in der Ernährung, Naturheilkunde oder Medizin eine wichtige Rolle.

Anthocyane, die zur Gruppe der Bioflavonoide gehören, sorgen bei Pflanzen für eine bläulich-violett-rote Färbung. Sie sind wertvolle Helfer gegen freie Radikale und schützen Zellen vor Alterung und Entartung. Carotinoide, die unter anderem für die orange-gelbe Färbung der Karotte zuständig sind, sind als wichtige Vorstufen für Vitamin A bekannt.

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