Erstellt am 12. April 2016, 03:14

von NÖN Redaktion

Günter Weninger (75) ist verstorben. Nach langem schweren Leiden ist ehemalige ÖGB-Größe am 4. April entschlafen.

Günter Weninger vestarb am 4. April. Am 15. April findet das Requiem im Dom statt.  |  NOEN, Foto: Baldauf

Der Wiener Neustädter Günter Weninger hat eine Bilderbuchkarriere in der Gewerkschaft hingelegt. Er schloss eine Lehre als Elektroinstallateur ab, arbeitete dann bei der Gebietskrankenkasse als Kontrollor, ehe er die Matura nachholte und Volkswirtschaftslehre studierte. Schon 1962 war er Jugendsekretär des ÖGB, später Landesjugendobmann des ÖGB Niederösterreich.

1986 wurde er in das Präsidium des ÖGB berufen, dem er bis 2006 angehörte. Weninger war von 1991 bis 2003 Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten sowie Vizepräsident des ÖGB. Ab 1997 war er Verantwortlicher im ÖGB für den Bereich Finanzen und Aufsichtsratsvorsitzender der Bawag als Nachfolger von Herbert Tumpel.

In diese Zeit fiel auch die Bawag-Affäre, in der Weninger mit ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch ÖGB-Vermögen zur Abdeckung der Verluste der Bawag verpfändete. Weninger wurde vom Vorwurf der Untreue freigesprochen, allerdings wegen diverser Bilanzdelikte 2012 rechtskräftig zu einer bedingten Haftstrafe von einem Monat verurteilt.

Weninger verstarb am 4. April nach langem schweren Leiden im 76. Lebensjahr. Das Requiem findet am 15. April um 13 Uhr im Wiener Neustädter Dom statt.