Erstellt am 23. Februar 2016, 04:44

von Josef Kleinrath

Hakenkreuz-Opfer: „Sind nur noch eingesperrt zu Hause“. Nach zweitem Übergriff mit Hakenkreuz- Verletzungen wird nun intensiv wegen Mordversuchs ermittelt.

 |  NOEN, Franz Baldauf

Der Fall hat im Vorjahr für Aufsehen gesorgt. Robert Torner aus Bad Fischau wurde im September Opfer eines brutalen Überfalls, bei dem ihm ein Hakenkreuz auf die Stirn geritzt wurde. Ein Mann wurde in Untersuchungshaft genommen, dieser kam allerdings nach drei Monaten frei, weil er freigesprochen wurde.

Nun soll sich der Vorfall wiederholt haben. Robert Torner schildert, was sich am diesem Donnerstagmorgen zugetragen haben soll: Er sei gegen drei Uhr früh in die Arbeit unterwegs gewesen, als er am Wegrand ein Fahrzeug stehen sah. Ein Mann hätte ihn um Hilfe gebeten, weil seine Freundin eingeklemmt sei. Als er ausstieg, sei er niedergeschlagen worden. Wiedergefunden habe er sich rund 800 Meter entfernt, die Hände mit Kabelbinder gefesselt, zur Hälfte im eiskalten Bach liegend.

x  |  NOEN, Foto: Baldauf

Und erst da, erinnert sich Torner, dürfte ihm das Hakenkreuz eingeritzt worden sein. Auch erinnert er sich daran, dass die Täter sich darüber unterhalten hätten, dass der Überfall eine Rache für die dreimonatige U-Haft des Beschuldigten des ersten Vorfalls sei. Danach sei er wieder ohnmächtig geworden. Als er zu sich kam, habe er sich gefesselt über die Böschung der Cemex-Schottergrube gekämpft, wo er schließlich von LKW-Fahrern gefunden wurde.

"Ich habe Angst, nur noch Angst!"

Mit nur noch 31 Grad Körpertemperatur wurde Torner ins Spital eingeliefert. Einige Tage später war er mit der NÖN unterwegs, ging nochmals zum Tatort. „Ich habe Angst, nur noch Angst“, schildert seine Frau ihren Gemütszustand. Und auch Torner selbst weiß nicht, wie es weitergehen soll: „Wir sind nur noch eingesperrt zu Hause.“

Derzeit ermittelt die Mordkommission wegen des Verdachts auf Mordversuch, konkrete Ermittlungsergebnisse liegen allerdings noch keine vor.

NÖN.at berichtete: