Erstellt am 01. Dezember 2015, 06:25

von Josef Kleinrath

Hund rettete Frauerl vor Ersticken. Vermutlich der starke Wind dürfte Abzug von Kohlenmonoxid verhindert haben – Hund schlug an.

 |  NOEN, Symbolbild
Polizei, Rettung, Feuerwehr und EVN waren am Montagmorgen rasch in der Fußgängerzone Wiener Straße vor Ort. Eine Wohnung musste wegen Gasaustritts evakuiert werden. Der Hund der Bewohnerin hatte in der Früh angeschlagen, nur deshalb hatte die Frau die Wohnung verlassen.

Der Hund dürfte den Austritt des Kohlenmonoxids bemerkt haben. Die Einsatzkräfte vermuten, dass der starke Wind den Abzug des Gases verhindert haben dürfte. Die junge Frau wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht – eine Sicherheitsmaßnahme, um eine mögliche CO-Vergiftung abzuklären. Jedenfalls hätte der Vorfall tragisch enden können.

Sturmeinsätze halten Feuerwehr auf Trab

Überhaupt verlangte der Sturm am Montag der Neustädter Feuerwehr einiges ab. Bis Mittag waren alleine in der Stadt 45 Einsätze zu verzeichnen, im Bezirk insgesamt 69. Die größeren Einsätze: In der Ghegagasse in der Josefstadt krachte ein Baum über einen Gartenzaun auf ein davor abgestelltes Auto.
Am Flugplatz Ost wirbelte der Wind ein Flugzeug (!) auf das Dach des Verwaltungsgebäudes und ließ es dann wieder auf den Boden krachen.

x  |  NOEN, Foto: FF Wiener Neustadt


In der Stahermberggasse wurden drei Bäume im Wind derart gebogen, dass der Wurzelstock sich lockerte. Die Feuerwehr entlastete die über 15 Meter hohen Nadelbäume, indem die Äste entfernt wurden und die Bäume merklich gestutzt wurden – bei dem starken Wind keine ungefährliche Sache.

Auch Photvoltaik-Panele wurden durch den Sturm losgerissen. In einer Reihenhaussiedlung lösten sich die Saumbleche an den Dächern einer ganzen Häuserreihe. Durch die zeitweise nachlassenden Böen konnte die Sperre der Jet-Tankstelle wieder aufgehoben werden, nachdem die Feuerwehr mit dem Hubrettungsgerät das Blech entfernen konnte.

x  |  NOEN, Foto: Franz Baldauf


Begonnen hat die Einsatz-Serie übirgens schon um 3.15 Uhr mit einem Brand im Landespflegeheim, danach ging es mit den Sturmschäden los. „Wer kann, hat sich einen Urlaubstag genommen, um zu helfen. Hier sind wir sehr auf die Arbeitgeber angewiesen“, so Kommandant Josef Bugnar in einer ersten Stellungnahme. 

NÖN.at berichtete