Erstellt am 29. Juli 2016, 12:36

Militärgymnasiasten marschierten in Nijmegen. Vom 19. bis zum 22. Juli waren vier Militärgymnasiasten bei diesem Marsch mit 42.557 erfolgreichen Teilnehmern in den Niederlanden dabei, vier Tage und mehr als 160 Kilometer mit 30 Grad im Schatten brachten heuer eine besondere Herausforderung.

MilRG/Niki Steinort

Das österreichische Marschteam marschierte auf der Via Gladiola in Nimwegen wie alle militärischen Formationen, im Schritt ein. „Es war einfach die Atmosphäre unbeschreiblich und es hat alles Spaß gemacht“ schildert Niki.

„Der Höhepunkt war auf jeden Fall wie wir durch die Via Gladiola gegangen sind und wo wir von tausenden Menschen bewundert und angefeuert wurden“, schildert Andi aus der 7a. „Der Tiefpunkt war als es am letzten Tag geschüttet hat und wir alle komplett durchnässt marschiert sind. Ansonsten hat man beim Marschieren durch ein Dorf eigentlich alle Schmerzen vergessen, weil man von den Dorfbewohnern beinahe bewundert worden ist. Ich freue mich schon auf viele weitere Märsche durch Holland!“

Erster Marsch fand 1909 statt

Der erste Vier-Tage-Marsch fand vom 1. bis 4. September 1909 statt. Zur Sportförderung in den Niederlanden um die Jahrhundertwende organisierte man einen Marsch zu Fuß. Aus 13 verschiedenen Orten starteten am 1. September gut 300 Teilnehmer von 13 verschiedenen Ortschaften aus, um über vier Tage nach Breda zu marschieren. Ein Jahr später wurde entschieden, die Wanderung künftig nur noch von einem Ort aus in Angriff zu nehmen.

Bereits im Oktober 1909 erteilte die niederländische Königin Wilhelmina die Erlaubnis, das Marschabzeichen des Vier-Tage-Marsches an der Uniform zu tragen. Seit 1925 findet der mittlerweile weltweit größte Volksmarsch in Nimwegen statt.

Die ersten ausländischen Gruppen – heute sind es über 60 zivile und militärische Delegationen – schrieben sich 1928 für die Teilnahme an der Veranstaltung ein. 1932 meldeten sich erstmals mehr Zivilisten als Militärangehörige für den Marsch an. Äußerst populär wurde der Viertagemarsch von Nimwegen nach Ende des Zweiten Weltkriegs. 1954 nahmen erstmals mehr als 10.000 Personen daran teil.

Für den Erhalt einer Auszeichnung sind vier Tagesetappen in Abhängigkeit von Altersklassen und Status (zivil oder militärisch) ohne Zeitvorgabe erfolgreich zu absolvieren. Die Länge lag für die Militärgymnasiasten am 1. Tag bei 47km, am 2. Tag bei 36km, am 3. Tag bei 43km und am 4. Tag bei 50km, wobei 5 km für die Via Gladiola dazu kommen. Als Auszeichnung wurde nach der ersten erfolgreichen Teilnahme der 4daagse Niki Steinort (7a), Nicolas Schalling (7a), Andreas Sgustav (7a) und Felix Gonzales (8b) das vergoldete Bronzekreuz verliehen.