Erstellt am 23. Februar 2016, 07:04

von Josef Kleinrath

Integration als Thema. Neben vielen Initiativen will sich die bunte Stadtregierung 2016 intensiv der Integrationsproblematik annehmen.

Feierten sich am Jahrestag der Gründung der bunten Regierung in Wiener Neustadt und hielten gleichzeitig eine Arbeitsklausur ab: Franz Piribauer und Franz Dinhobl (beide ÖVP), Evamaria Sluka-Grabner (Soziales Neustadt), Christian Stocker und Klaus Schneeberger (ÖVP), Michael Schnedlitz (FPÖ), Wolfgang Haberler (WN aktiv), Markus Dock-Schnedlitz (FPÖ) und die Klubobleute Philipp Gruber (ÖVP) und Udo Landbauer (FPÖ).  |  NOEN, Foto: Kleinrath
Regierungsklausur und Bilanzpressekonferenz in einem. Sehr symbolkräftig feierte die bunte Regierung sich am vorigen Samstag, am Jahrestag der Wahl der bunten Stadtregierung, selbst.
ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger etwa ortet nach einem Jahr, dass bunt nicht nur schön sei sondern auch funktioniere.

Das sei an den großen Projekten wie dem sanierten Budget, der FH im Zentrum, dem Naschmarkt oder der Landesausstellung zu sehen, aber viel mehr auch an den kleinen Dingen, die seine Regierung, etwa mit Ringöffnung oder Dombeleuchtung angegangen sei. So werde auch die Zukunft angegangen: Mit einer Stärkung des Wirtschaftsstandortes, mit einer Forcierung der Kooperation mit der Polizei in Sachen Sicherheit, mit der Innenstadtbelebung.

Bekämpfung der Ghettoisierung

Ein wichtiger Punkt der nächsten Zeit werde die Integration und die Bekämpfung der bereits fortgeschrittenen Ghettoisierung darstellen, versprach Schneeberger. Es werde Akzente im Wohnbau und im Spracherwerb geben, es werde klare Regeln geben, an die sich alle halten müssten.



Als Steuermänner unter Kapitän Schneeberger präsentierten sich die Freiheitlichen um ihren Frontmann in der Stadt, Michael Schnedlitz. Die blaue Handschrift sei sichtbar, „nicht in der Ideologie, sondern an fachlicher und inhaltlicher Arbeit“. Auch für ihn ist klar: Integration sei Bringschuld, hier werde 2016 ein Schwerpunkt gesetzt.

„Bunt bedeutet Vielfalt, nicht mehr Einfalt, wie früher.“

Nautisch ging es mit Evamaria Sluka-Grabner weiter, die ihre Rolle in der Regierung als „Leichtmatrosin“ bezeichnete, sie habe sich als Ideengeberin und Kontakt zu vielen Menschen immer wieder gut einbringen können. Und werde das auch weiter machen.

Einen Seitenhieb für die SPÖ hatte wiederum Wolfgang Haberler parat: „Bunt bedeutet Vielfalt, nicht mehr Einfalt, wie früher.“ Auch er will sich noch stärker der Bekämpfung von Parallelgesellschaften annehmen, verspricht er für 2016.