Erstellt am 23. März 2016, 05:04

von Mathias Schranz

Jugendliches Jubiläum in Wiener Neustadt. Seit 20 Jahren gibt es den Verein "Jugend & Kultur". Finanzielle Sorgen auch bei der Jubiläumsfeier ein großes Thema.

20 Jahre Verein Jugend & Kultur: Geschäftsführerin Anna Lesnik, ÖVP-Jugendlandesrat Karl Wilfing, Vereins-Gründer Olaf Arne Jürgenssen, ÖVP-Jugendstadtrat Franz Piribauer, Geschäftsführerin Susanne Marton und ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger.  |  NOEN, Schranz

Der Jugendtreff "Pinguin" am Domplatz hatte vor über 20 Jahren für viel Aufregung gesorgt. Schließlich wurde der Jugendtreff geschlossen, einer wollte sich damit nicht abfinden: Olaf Arne Jürgenssen, damals Primar für Kinder- und Jugendheilkunde im Krankenhaus. „Ich war zutiefst unglücklich. Mir was es lieber, meine Söhne im Jugendtreff zu sehen, als dass sie sich in der Herrengasse herumtreiben.“

Deswegen wurde unter seiner Schirmherrschaft am alten Schlachthof das Jugend- und Kulturhaus „Triebwerk“ eröffnet. Vereins-Geschäftsführerin Anna Lesnik erinnerte sich zurück: „Schon beim Umbau haben viele junge Menschen mitgeholfen.“ Und obwohl das Triebwerk schwierige finanzielle Zeiten durchlebte – und durchlebt – gibt es das Triebwerk dort noch immer.

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Der Trägerverein „Jugend & Kultur“ ist seitdem stetig angewachsen, über die Jahre kamen die Jugendberatung „Auftrieb“, die mobile Jugendarbeit „Rumtrieb“ sowie die Jugendintensivbetreuung „Triebfeder“ hinzu. Auch das war nicht immer leicht, aus Platzmangel habe man Beratungen im Kopierzimmer durchführen müssen, so Lesnik, „am Anfang hatten wir nur einen Laptop, der von Schoß zu Schoß weitergereicht wurde.“

Bei der Feier anlässlich des 20-jährigen Vereins-Jubiläums am vergangenen Freitag wurde mit finanziellen Sorgen nicht hinterm Berg gehalten. Vor allem das „Triebwerk“ ist von den Sparmaßnahmen der Stadt betroffen, dieses Jahr wird das Jugend- und Kulturhaus mit einem Teil des Gehalts von ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneebeger unterstützt.

Der Stadtchef meinte bei seiner Rede zwar, dass die Einrichtung weiter bestehen solle, allerdings müsse man sich zusammensetzten und nach Lösungen suchen. Immerhin: Grünen-Landessprecherin Helga Krismer stellte sich mit einem Laptop als Geschenk für den Verein ein.