Wiener Neustadt

Erstellt am 28. Juni 2016, 03:52

von Mathias Schranz

Pause für Café Bernhart. Ab dem 1. Juli ist der Traditionsbetrieb am Hauptplatz geschlossen, Planungen zum Umbau laufen. Ob dann tatsächlich umgebaut wird, steht aber nicht fest.

Ab 1. Juli hat das Café Bernhart am Hauptplatz geschlossen – wie lange, steht nicht fest.  |  Schranz

Eine Institution am Hauptplatz schließt – zumindest vorübergehend. Ab dem 1. Juli hat das Cafe Bernhart zu. „Die Vorarbeiten und Planungen für den Umbau im Café sind bei laufendem Betrieb nicht möglich“, erklärt Roman Schärf, der den Traditionsbetrieb gemeinsam mit Karl Linauer vor wenigen Monaten übernommen hat.

Geplant ist, das Kaffeehaus im Stile der 40er/50er wiederzueröffnen, „vorwärts in die Vergangenheit“, meint Schärf. Dazu soll Richtung Grazer Straße eine Bäckerei von Karl Linauer entstehen, auch eine Kaffeerösterei ist geplant. Wobei hier „geplant“ betont sei, denn für Roman Schärf sind die letzten Entwicklungen und Gespräche mit den Stadtverantwortlichen nicht zu seiner Zufriedenheit verlaufen. Wie bereits berichtet, hat Roman Schärf keine große Freude mit dem geplanten Naschmarkt, vor allem mit der Müllinsel und der Toilette vor seinem Café.

Public-Viewing hat nichts gebracht

Dazu kritisiert Schärf einmal mehr den Busverkehr und die Bushaltestelle, „auch dafür gibt es noch keine Lösung, obwohl sie seitens der Politik angekündigt wurde.“ Deswegen sagt er auch klar: „Wenn sich in nächster Zeit keine Verbesserungen abzeichnen, die mir eigentlich zugesagt wurden, werden die Investitionen auch nicht durchgeführt.“ Das werde wohl auch für seinen Geschäftspartner Karl Linauer gelten. Was dann mit dem Café passiert, lässt er offen, „vielleicht wird das EVN-Beratungsbüro vergrößert, genauso wie das Café Wenninger zu einer AMS-Außenstelle wurde“, meint er mit Galgenhumor.

Dass das Café Bernhart unter den derzeitigen Umständen nicht wirtschaftlich geführt werden könne, daraus macht Schärf keinen Hehl. Das Public-Viewing hätte nichts gebracht – im Gegenteil, der Platz am Hauptplatz sowie die Sicht wären weg. Und: Auch beim Straßenkunstfestival seien im diesem Teil des Hauptplatzes, „der Verwesungszone“, so Schärf, keine Künstler aufgetreten.

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