Erstellt am 24. November 2015, 06:53

von Fritz Hauke

Am Ende zählen nur die Tore. Fritz Hauke über den Wiener Neustädter Stürmer Daniel Maderner.

47 Spiele, kein Tor. Selbst als Verteidiger wird man bei diesem Schnitt schief angeschaut. Als Stürmer ist man da sowieso der Buh-Mann schlechthin. Daniel Maderner ging es so. Im und um den Verein wurden die Stimmen immer lauter, die Maderner scharf in die Kritik nahmen.

Maderner hatte es nicht leicht. In der abgelaufenen Saison waren die Wiener Neustädter nicht gerade für das Abbrennen von Offensiv-Feuerwerk bekannt – als Stürmer war der „Lange“ oft auf verlorenem Posten. Da haben sich schon ganze andere Kaliber schwergetan. Wie etwa Thomas Pichlmann, der jetzt bei Wacker Innsbruck wieder nach Belieben trifft.

Klar hat Maderner auch Top-Chancen liegen gelassen. „Hunderter“. Sitzer. Alles eine reine Kopfsache. Als der Bann gegen Innsbruck endlich gebrochen war, bekam Maderner kurz darauf wieder eine Top-Möglichkeit – und blieb cool. Der Befreiungsschlag hat gut getan. Die Chance hätte er vielleicht noch vor zwei Wochen nicht so trocken verwertet…

Auch wenn zu der Aufgabe eines Stürmers mehr gehört: Am Ende zählen nur die Tore. Und Maderner wird genau daran gemessen. Jetzt ist ihm hoffentlich der berühmte Knopf aufgegangen – Maderners Tore wären für Wiener Neustadt für den Ligaverbleib essenziell.