Erstellt am 13. Oktober 2015, 07:44

von Fritz Hauke

Der Sieg über sich selbst. Fritz Hauke über die Triathletin Christina Konlechner.

Es sind die Kriege gegen sich selbst, die am schwersten sind. Aber genau so einen muss man führen, wenn man einen Ironman durchhalten will. Christina Konlechner hat es geschafft. Und nicht irgendeinen Ironman – die „Champions League“ des Triathlon, die Weltmeisterschaft auf Hawaii.

Über 14 Stunden lang hatte die junge Hollenthonerin ihrem Körper alles abverlangt, alles aus sich heraus geholt. Von jedem Training und jeder Einheit in den letzten Monaten profitiert, jede einzelne Sünde abgebüßt, für jeden Fehler teuer bezahlt.

Der Sieg der jungen Dame aus der Buckligen Welt ist vor allem ein Sieg des Geistes. Der Körper will eigentlich schon aufgeben, wenn er eigentlich noch genug Reserven hat – da gilt es „drüberzubeißen“, sich zu quälen, mit der Willenskraft die Füße in Bewegung zu halten.

Mit dieser Einstellung ist Konlechner ein Vorbild für viele Hobby-Sportler und diejenigen, die sich dazu nicht aufraffen können. Sie hat gezeigt, was als „Mädchen von nebenan“ alles möglich ist.
Sich selbst zu bekriegen ist der schwerste Krieg – aber sich selbst zu besiegen der schönste Sieg. Dieses deutsche Sprichwort aus dem 17. Jahrhundert ist im Oktober 2015 auf Hawaii aktueller denn je.