Erstellt am 19. April 2016, 04:44

von Josef Kleinrath

Distanzierung ist angebracht. Josef Kleinrath über neuerliche Angriffe auf Michael Schnedlitz.

Mit seiner pointierten Einladung an die „Identitären“ hat FPÖ-Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz für einen Sturm der Entrüstung gesorgt.

Womit er nicht gerechnet hat: Dass diese als rechtsextrem eingestufte Bewegung gerade jetzt völlig entgleisen würde, wie zuletzt in Graz und in Wien. Samt einem „Like“ auf facebook durch den Neustädter RFJ-Chef.

Dass diese Entgleisungen Wasser auf die Mühlen seiner Gegner ist, muss Schnedlitz klar sein. Muss auch dem Koalitionspartner ÖVP klar sein. Denn mit den „Identitären“ ist kein Staat zu machen, diese sind auch nicht freundschaftlich in Wiener Neustadt willkommen zu heißen. Was Schnedlitz zumindest einräumt: Dass er das aufgrund der jüngsten Vorkommnisse nicht mehr machen würde.

Und es spricht für ihn, dass er dem RFJ-Chef den Kopf gewaschen hat. Schnedlitz kann für das, was die „Identitären“ nach seiner entbehrlichen Willkommenspolitik aufführen, nicht zur Verantwortung gezogen werden. Auch nicht die ÖVP. Aber die deutliche Distanzierung ist im Lichte jüngster Entwicklungen nötiger denn je.