Erstellt am 18. Mai 2016, 04:24

von Fritz Hauke

Freunde macht man sich so nicht. Fritz Hauke über Sollenaus Spielgemeinschaft mit Traiskirchen.

Die Regionalliga-Sonne über Sollenau hat begonnen, unterzugehen. In den letzten warmen Strahlen dürfen sich Trainer Robert Weinstabl und ein paar Spieler für höhere Aufgaben empfehlen.

Der Abschied aus der dritthöchsten Klasse ist richtig und konsequent – wenn das Geld aus ist, hat man da oben nichts verloren. Aber dann muss man auch die gesamten Konsequenzen tragen – und am Ende der Saison ans Tabellenende zurückgereiht werden. Ähnlich wie es in der Ersten Liga auch passiert.

So hart es ist für Spieler und Trainer – zum Erfolg gehört neben dem sportlichen auch das Wirtschaftliche. Mit solchen Aktionen macht man sich keine Freunde. Mag sein, dass Oberwart, Neusiedl, Schwechat sportlich in dieser Liga vielleicht nichts mehr verloren hätten – aber am Ende des Tages noch immer mehr als die Spielgemeinschaft aus Traiskirchen und Sollenau.

Wenn beispielsweise Schwechat wegen dieser Rochade am Ende des Tages absteigen müsste, wäre es nur allzu verständlich, wenn Schwechat mit Fackeln und Heugabeln Richtung Landesverband und Sollenau ziehen würde – bildlich gesprochen. Der Ärger wäre berechtigt. Und Sollenau würde nach sechs schönen Jahren einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.