Erstellt am 01. Dezember 2015, 08:44

Griff nach jedem Strohhalm. Fritz Hauke über Wiener Neustadts „Wintermärchen.“

Quo vadis, SC Wiener Neustadt? Bei der Generalversammlung am 15. Dezember wird und muss der Vorstand ein neues Gesicht bekommen. Fünf waren es noch vor Kurzem. Robert Schwarzmann ist schon zurückgetreten, Ralph Spritzendorfer steht nicht zur Wiederwahl, auch bei Joe Wöber stehen die Zeichen auf Rücktritt. Manfred Putzenlechner lässt sich noch alle Möglichkeiten offen, ein Abschied scheint aber wahrscheinlich. Bleibt nur noch Alfred Ötsch – laut Vereinsstatut müssen es mindestens zwei Personen sein…

Die großen Geldgeber waren in Wiener Neustadt traditionell rar gesät. Und jetzt taucht noch ein Gerücht auf, das für viele in der SC-Familie fast zu schön um wahr zu sein scheint. Ein unverhofftes Erbe und ein freundlicher Zeugwart, der damit das Überleben sichern soll. Kurios.

Wiener Neustadt muss in Zeiten wie diesen auch solche Gerüchte ernst nehmen. Ein Griff nach dem Strohhalm, ein Hoffnungsschimmer, ein Silberstreif am Horizont.

Sollte an der „Zeugwart rettet Verein“-Geschichte nichts dran sein, braucht der Verein andere zündende Ideen. Doch eines ist auch klar: Lieber gesund in der Regionalliga als am Tropf in der Ersten Liga – das Beispiel Austria Salzburg sollte abschreckend genug sein.