Erstellt am 12. April 2016, 07:04

von Fritz Hauke

Herber Verlust für den SC. Fritz Hauke über einen möglichen Abgang von Günter Kreissl.

Wiener Neustadt ohne Günter Kreissl? Quasi undenkbar! In der Tat: Seit der Wiedergeburt des Wiener Neustädter Profifußballs ist Kreissl beim SC tätig. Zuerst als Tormanntrainer, dann als Sport- und PR-Manager, seit dem Abstieg im Sommer als Sportdirektor und Trainer in Personalunion. Was er aus den bescheidenen Mitteln jede Saison aus dem Boden gestampft hat, ist beachtlich. Ohne ihn wäre der SC Wiener Neustadt viel früher und viel brutaler abgestiegen. Der Verein konnte sich auch dank Kreissl mit erhobenem Haupt aus der Bundesliga eins verabschieden.

Kreissl zu verlieren, wäre eine schwere Niederlage. Gut möglich, dass Rene Wagner die Mannschaft als Cheftrainer auch auf Kurs halten könnte. Einen Sportdirektor von dieser Qualität zu finden, ist in Wiener Neustadt eine Herkules-Aufgabe.

Das weiß auch die Konkurrenz. Sturm Graz ist da nur die neueste Episode an Interessenten, die bei Kreissl vorstellig wurden. Die Idee dahinter ist klar: Wenn Kreissl mit wenig Budget gute Qualität abliefern kann, dann wird er mit einem ordentlichen Budget eine absolute Top-Qualität abliefern.
Für Günter Kreissl selbst wäre der Schritt zu Sturm Graz mit Sicherheit die richtige Wahl – auch wenn es für Wiener Neustadt ein gar herber Verlust wäre.