Erstellt am 17. August 2016, 06:39

von Fritz Hauke

An falscher Stelle gespart. Fritz Hauke über die Rot-Kreuz-Causa beim SC Wiener Neustadt.

Sparen, wo‘s geht – Wiener Neustadt schnallt traditionell den Gürtel immer enger. Egal ob Kader, Betreuerstab, Mitarbeiter. Nichts ist sicher vor dem berühmt-berüchtigten Sparstift. Muss es auch. Die Mittel, die zur Verfügung stehen, werden immer weniger. Nur aufgrund der harten Sparlinie hat es der Vorstand im Frühjahr geschafft, die Lizenz für ein weiteres Jahr Profifußball zu bekommen.

Aber in der Rot-Kreuz-Causa hat der SC Wiener Neustadt-Vorstand über das Ziel hinaus geschossen. Bei einer renommierten Hilfsorganisation, die seit den ersten Tagen des Vereins mit dabei war, darf man nicht dieselben Maßstäbe ansetzen wie bei anderen Partnern – Stichwort Catering, Stichwort Lieferanten. Das Rote Kreuz hat dem SC Wiener Neustadt ohnehin einen „Spezialpreis“ gemacht, hat in Wirklichkeit oft „draufgezahlt“.

Aus Liebe zum Menschen, aus Liebe zum Verein, aus Liebe zur Stadt. Im Sinne guter Nachbarschaft.

Weiters läuft der SC Wiener Neustadt mit dem Bruch mit dem Roten Kreuz Gefahr, Kredit in der öffentlichen Wahrnehmung zu verspielen. Und bei rückläufigen Zuschauerzahlen und einer ungewissen Zukunft kommt genau das dem Verein vielleicht noch teurer zu stehlen als der Preisunterschied zwischen Rotem Kreuz und Samariterbund.