Erstellt am 19. Juli 2016, 12:35

Dünner Kader als Risikofaktor. Fritz Hauke über den Saisonstart des SC Wiener Neustadt.

Drei Neuzugänge – Wiener Neustadt hält sich bis jetzt am Transfermarkt vornehm zurück. Offensichtlich macht Präsident Hans Reinisch seine Ankündigung wahr und lässt die ersten Runden mit weniger Personal agieren. Um zu sehen, ob die bestehende Mannschaft auch ohne große Verstärkungen die Liga halten kann.

Wirtschaftlich durchaus verständlich – sportlich kann das aber so richtig ins Auge gehen. Ein dünner Kader ist in jeder Leistungsklasse ein großes Risiko. Und in einer Ersten Liga mit insgesamt 36 Spielen kann das ein ganz entscheidender Faktor sein.

Sperren, Verletzungen – leider beides mit Fortdauer der Saison an der Tagesordnung. Denn nach den ersten zwölf, dreizehn, vierzehn Spielen wird es immer dünner. Und von den Jungs, die in der Vorsaison noch ihre Lehrzeit in der 2. Landesliga Ost hatten, dann zu erwarten, die Kohlen aus dem Feuer zu holen, wäre zu viel des Guten.

Wiener Neustadt braucht mehr Breite im Kader. Nicht nur um Ausfälle aufzufangen – sondern auch um einen gesunden Konkurrenzkampf im Training zu haben. Denn ein Spieler, der sich Woche für Woche innerhalb der Mannschaft beweisen muss, wird am „Tag X“ auch besser sein als ein Spieler, der vielleicht im Training nicht an seine Grenzen gehen muss.