Erstellt am 23. August 2016, 10:44

von Mathias Schranz

Freibäder als Bauchfleck. Mathias Schranz über das Freibad-Dilemma.

Wenn es um den Badespaß im Sommer geht, dann haben es die Wiener Neustädter nicht leicht. Denn Freibäder und die Stadt – das war in den letzten Jahren eine leidige Geschichte.

Wir erinnern uns: Unter SPÖ-Bürgermeister Bernhard Müller mussten sowohl das Ungarbad als auch das Volksbad geschlossen werden, was bei vielen Bürgern auch noch Jahre danach für Unverständnis sorgt. Das Naturjuwel Achtersee wurde in eine schattenfreie Kiesgrube umgewandelt, ein seit Jahren angekündigtes Freibad beim Hallenbad Aqua Nova lässt weiter auf sich warten.

Dafür wurde neben dem Hallenbad völlig sinnfrei ein Beachvolleyballplatz hingebaut, der eher das nicht gerade anziehende Akademiebad hätte aufpeppen sollen. Und das einzige Freibad der Stadt hat ein zusätzliches Problem: Der Kantinenpächter musste Insolvenz anmelden, schon in der Vorwoche musste bezüglich der Essens-Versorgung ein Not-Programm gefahren werden. Eine lange Serie an Bauchflecken – kein Wunder, dass die Wiener Neustädter längst in anderen Gemeinden fremdbaden.