Erstellt am 09. August 2016, 09:33

von Fritz Hauke

Kritiker wieder eine Spur leiser. Fritz Hauke über einen moralisch-wichtigen Sieg.

Was war das für ein Aufschrei, als Wiener Neustadt in den ersten beiden Spielen zwei Niederlagen kassierte. Vom Fix-Absteiger war die Rede, von einer blamablen Saison.

„Na, dann steigen wir halt in die Regionalliga ab“, meinte etwa ein pessimistischer, älterer Stadion-Dauergast bei der Spieltagsanalyse. Das Spiel gegen den Aufsteiger Blau Weiß Linz wurde quasi schon als Schicksalsspiel ausgerufen. Gut für den SC Wiener Neustadt, dass sie die Ruhe bewahrt haben. Jetzt sind die Kritiker wieder eine Spur leiser, blicken mit einer gewissen Schadenfreude auf die Horner Krise – kann man sich ja jetzt zumindest in den nächsten Tagen leisten…

Zu verdanken sind diese ersten Punkte auch dem Trainer. Rene Wagner ist kein Mann lauter Töne, kein „Poltergeist“ – besonnen, sachlich, wie Günter Kreissl, der ihn im Winter nach Wiener Neustadt geholt hat. Wohlwissend, dass es eine gewisse „Coolness“ braucht, um als Sportchef und Trainer das SC-Schiff zu lenken.

Dennoch: Die Forderung nach neuen Kräften bleibt aufrecht. Muss sie auch. In Linz war der SC Wiener Neustadt mit einer Handvoll Ausfällen personalmäßig fast schon am Limit. Und das in der dritten Runde. Hier muss in den nächsten Wochen bis zum Ende der Übertrittszeit noch einmal der Hebel angesetzt werden.