Erstellt am 24. November 2015, 05:38

von Josef Kleinrath

Lösungen statt Klagen gefragt. Josef Kleinrath über die Agitation der Freiheitlichen gegen Flüchtlinge im Europahaus.

Klientelpolitik ersten Ranges betreibt aktuell der Freiheitliche Bürgermeisterstellvertreter Michael Schnedlitz, indem er in FPÖ-Manier gegen die Unterbringung von unbegleiteten Minderjährigen im Europahaus wettert und mit Delogierungsklagen dagegen vorgehen will.

Der Applaus seiner Wählerschicht ist ihm sicher. Allen Bemühungen um ein friedliches Miteinander der Wiener Neustädter mit ihren neuen Mitbürgern aus den Krisenregionen der Welt steht diese (partei-)politische Agitation hinter dem Deckmantel, auf die Einhaltung der Verträge zu pochen, diametral entgegen. Das gilt auch für ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger, gerade weil er als einer der ersten ein humanitäres Zeichen für Flüchtlinge gesetzt hat. Verträge können ja abgeändert werden.

Aber auch die Kinderfreunde müssen sich bei der Nase nehmen. Gerade bei einem derart sensiblen Thema wie der Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge muss die Vorbereitung besser erfolgen, um Widerstand gegen ein wichtiges Projekt möglichst hintan zu halten.