Erstellt am 19. April 2017, 08:39

von Mathias Schranz

Maßnahme mit Signal. Mathias Schranz über die Schutzzonen.

Eigentlich war es in den letzten Jahrzehnten ein Tabu-Thema: Drogen? In Wiener Neustadt?

So schlimm ist es doch nicht, war oft zu hören. Mittlerweile wird offen ausgesprochen, was sich nicht mehr abstreiten lässt: Die Stadt ist ein Drogen-Hotspot im südlichen Niederösterreich. Die neue Stadtregierung hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den Drogendealern den Kampf anzusagen. Vor allem die Problemzonen Stadtpark und Bahnhof sollen drogenfrei gemacht werden. Schutzzonen sollen helfen, der Polizei mehr Handhabe gegen Dealer zu geben.

Von der Stadtregierung ist es eine Maßnahme mit Signalwirkung: An die Bevölkerung, dass man ihre Sorgen ernst nimmt. An die Polizei, ihre Arbeit zu erleichtern. Und auch an die Dealer, dass ihr Treiben nicht mehr hingenommen wird. In den Schutzzonen wird sich die Lage verbessern, das haben Beispiele in St. Pölten gezeigt. Dass man sich so dem „Drogenhotspot Wiener Neustadt“ entledigt, darf aber nicht erwartet werden, denn die Zonen sind begrenzt – Stichwort Verdrängungseffekt. Eine Signalwirkung hat die Maßnahme aber allemal.